Der Lebensmittelkonzern General Mills verordnet sich eine weitreichende Schlankheitskur. Während das Management unrentable Geschäftsbereiche wie das nordamerikanische Joghurtgeschäft und nun auch die Aktivitäten in Brasilien abstößt, brechen gleichzeitig die Gewinne ein. Die Strategie des Gesundschrumpfens fordert von den Investoren aktuell viel Geduld, da die teuren Umbaumaßnahmen spürbar auf die Margen drücken.

Gewinneinbruch durch Strategiewechsel

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 4,44 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich dafür waren primär die jüngsten Unternehmensverkäufe. Auch organisch schrumpfte der Erlös um drei Prozent, was auf geringere Absatzmengen und eine ungünstige Preisentwicklung zurückzuführen ist. Unter dem Strich fiel der bereinigte Gewinn je Aktie währungsbereinigt um 37 Prozent auf 0,64 US-Dollar und verfehlte damit die Erwartungen der Wall Street deutlich.

Die anhaltende fundamentale Schwäche spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Das Papier markierte heute bei 31,00 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Um das Volumenwachstum wieder anzukurbeln, investiert CEO Jeffrey Harmening massiv in die verbleibenden Produkte. Diese intern als „Remarkability“-Strategie bezeichnete Offensive umfasst Verbesserungen bei Qualität, Verpackung und Markenkommunikation. Die erhöhten Ausgaben belasten kurzfristig die Profitabilität, weshalb die bereinigte Bruttomarge um 280 Basispunkte auf 30,6 Prozent absackte.

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Rückzug aus Brasilien und Schuldenabbau

Parallel zu den Quartalszahlen kündigte General Mills den Verkauf seines Brasilien-Geschäfts samt der Marken Yoki und Kitano an. Der Konzern nimmt dafür einen erheblichen Vorsteuerverlust in Kauf, der allein rund 622 Millionen US-Dollar an kumulierten Währungsverlusten beinhaltet. Das Management begründet den Schritt mit der fehlenden Skalierbarkeit in der Region. Der Verkauf soll langfristig das Margenprofil des internationalen Segments verbessern.

Trotz des Gewinndrucks zeigt sich das Unternehmen bei der Kapitalallokation diszipliniert. Die Einnahmen aus den jüngsten Verkäufen in Höhe von 1,83 Milliarden US-Dollar flossen direkt in die Bilanzsanierung. Dadurch sanken die langfristigen Verbindlichkeiten von 12,67 auf 10,99 Milliarden US-Dollar.

Das Management hält trotz des Gegenwinds an der Jahresprognose fest und rechnet für das gesamte Geschäftsjahr 2026 weiterhin mit einem organischen Umsatzrückgang von 1,5 bis 2 Prozent. Der operative Fokus liegt nun darauf, die Marktanteile in den USA, wo General Mills in acht von zehn Top-Kategorien bereits wächst oder stabil bleibt, mit dem verschlankten Portfolio weiter auszubauen.

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