Der Flughafen Wien warnte in den letzten Monaten schon des Öfteren davor, dass der im vergangenen Jahr erreichte Besucherrekord heuer wohl nicht übertroffen werden dürfte. Dazu lieferte die Betreiberin des Flughafens in Schwechat nun im Rahmen einer Pressekonferenz auch ein paar konkrete Zahlen. Erwartet wird, dass statt 32,6 Millionen Fluggästen im Jahr 2025 nur noch etwa 30 Millionen Passagiere in Wien begrüßt werden können.

Ausschlaggebend dafür ist ein Rückzug von gleich mehreren Airlines. Wizz Air kündigte schon vor Monaten an, im März seine Basis in Wien vollständig zu schließen. Die Billig-Airline begrüßte 2025 in Wien noch 1,8 Millionen Fluggäste. Ryanair will sein Angebot derweil schrumpfen und mit Austrian Airlines plant der größte Anbieter ein Angebot mit mehr Sitzplätzen, die sich aber auf weniger Flugzeuge verteilen. Weniger Slots bedeuten für den Flughafen Wien tendenziell auch geringere Einnahmen.

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Flughafen Wien: Der Gewinn soll stabil bleiben

Auf Umsatzseite rechnet die Flughafen Wien AG damit, dass es im laufenden über die gesamte Gruppe hinweg (inklusive der Airports in Malta und Kosice) um 30 Millionen Euro auf 1,05 Milliarden Euro abwärts gehen wird. Das EBITDA soll von 440 auf 415 Millionen Euro sinken. Ein umfangreiches Sparprogramm soll jedoch dafür sorgen, dass der Nettogewinn in etwa auf dem Niveau des Vorjahres verharrt.

Geplant ist der Abbau von etwa 200 Stellen, zusätzlich sollen diverse Sachkosten eingespart werden. Auf diesem Wege peilt der Flughafen Wien an, trotz geringerer Preise die Bilanz einigermaßen stabil zu halten. Die Verantwortlichen sehen darin auch kein Anzeichen für einen anhaltenden Schrumpfkurs. Die Investitionen steigen und es wird darauf gehofft, dass 2027 die von Ryanair und Wizz Air hinterlassen Lücke gefüllt werden kann.

Gebühren als Risiko

Um wieder neuen Schwung ins Geschäft zu bringen, würde die Flughafen Wien AG, ebenso wie viele Airlines, sich eine Absenkung der Luftfahrtsteuer in Österreich wünschen. Ryanair ließ bereits anklingen, dass in einem solchen Szenario auch wieder ein Ausbau des Flugplans denkbar wäre. Bisher scheint sich in diese Richtung aber noch nichts getan zu haben. Der steigende Kostendruck aufgrund der Steuerbelastung wurde von dem Vorstandsvorsitzenden Julian Jäger als klares Risiko benannt.

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