Der Augsburger Antriebsspezialist RENK hat am 5. März seine Jahreszahlen vorgelegt – mit Rekordumsatz, Rekordauftragseingang und einem Auftragsbestand auf Allzeithoch. Trotzdem sackte die Aktie über vier Prozent ab. Der Grund: Der Ausblick auf 2026 liegt unter den Erwartungen der Analysten, und der Barmittelfluss hinkt den operativen Gewinnen hinterher.

Rekordwerte überall – außer beim Cashflow

Das Rüstungsgeschäft als Wachstumsmotor trieb den Umsatz 2025 um knapp ein Fünftel auf 1,37 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT kletterte um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro, der Konzerngewinn verdoppelte sich nahezu auf 101,3 Millionen Euro.

Besonders das Segment Vehicle Mobility Solutions überzeugte mit einem Plus von 24,8 Prozent auf 872 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 6,68 Milliarden Euro – ein neues Allzeithoch. Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,2, obwohl Aufträge im Wert von rund 200 Millionen Euro ins laufende Jahr rutschten.

Genau hier liegt das Problem: Diese Verschiebung signalisiert, dass die Umsetzung des prall gefüllten Auftragsbuchs schleppender verläuft als erhofft. Der operative Cashflow bleibt deutlich hinter den Gewinnen zurück – ein Warnsignal für Investoren.

Prognose verfehlt den Konsens

Für 2026 plant RENK mit Erlösen von über 1,5 Milliarden Euro und einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Das liegt etwa zwei Prozent unter den Analystenschätzungen. Zwar bedeutet das weiterhin Wachstum, doch nach den starken 2025er-Zahlen hatten Marktteilnehmer auf mehr gehofft.

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Die Aktie notiert aktuell bei 55,51 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 0,60 Prozent zu Buche.

Dividende steigt deutlich

Einen Lichtblick gibt es für Aktionäre: Der Vorstand schlägt für die Hauptversammlung am 10. Juni eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Steigerung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Ausschüttungsquote von 40,9 Prozent.

US-Expansion im Fokus

In Nordamerika hat RENK Support- und Ersatzteilverträge über 50 Millionen US-Dollar gesichert. Bis 2030 sollen 150 Millionen US-Dollar in den Standort Michigan fließen, davon 80 Millionen für Forschung und Entwicklung. Die internationale Positionierung nimmt damit konkrete Formen an.

Potenzielle Impulse könnten im ersten Quartal 2026 von erwarteten Großaufträgen aus Deutschland, Polen und Italien kommen. Ob diese den Auftragsbestand weiter anschwellen lassen oder endlich zu höheren Umsätzen führen, wird entscheidend sein für die Bewertung durch den Kapitalmarkt.

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