Der Abwärtstrend bei Fiserv setzt sich ungebremst fort. Nachdem die Aktie in den letzten 52 Wochen bereits zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt hat, sorgen nun weitere Kurszielsenkungen für Unruhe an den Märkten. Während B. Riley als nächstes Analysehaus seine Erwartungen deutlich nach unten korrigiert, stellt sich angesichts laufender Untersuchungen und enttäuschter Wachstumshoffnungen die Frage: Wie tief kann der einstige Fintech-Star noch fallen?

Analysten streichen Kursziele zusammen

Die jüngste Herabstufung durch B. Riley verdeutlicht die Skepsis der Wall Street. Die Experten senkten ihr Kursziel drastisch von 105 auf 76 US-Dollar und behielten das "Neutral"-Rating bei. Als Begründung führen sie einen gedämpften Ausblick für 2026 an: Notwendige Investitionen in Technologie und operative Abläufe dürften die Margen belasten und die Wettbewerbsposition kurzfristig schwächen. Fiserv wird voraussichtlich langsamer wachsen als der Branchendurchschnitt.

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Dies reiht sich in eine Serie massiver Abwertungen ein, die das geschwundene Vertrauen der institutionellen Anleger widerspiegeln:
* Morgan Stanley: Reduzierung von 179 auf 81 US-Dollar
* Tigress Financial: Kappung von 250 auf 95 US-Dollar
* Goldman Sachs: Senkung von 149 auf 79 US-Dollar

Mit einem Forward-KGV von knapp 8 und einem PEG-Ratio von 0,59 preist der Markt die geschrumpften Wachstumshoffnungen bereits deutlich ein. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 36 Milliarden US-Dollar zusammengeschmolzen.

Das Erbe des Q3-Schocks

Der Hintergrund der anhaltenden Talfahrt ist der katastrophale Quartalsbericht vom Oktober 2025, der einen Kurssturz von fast 42 Prozent an einem einzigen Tag auslöste. Die neue Unternehmensführung musste eingestehen, dass die Umsatz- und Margenziele der Vorgänger unrealistisch waren.

Auch Großinvestoren ziehen ihre Schlüsse: Der Hedgefonds Oakmark Fund merkte in seinem jüngsten Investorenbrief an, dass das neue Management nun lediglich organische Umsatzzuwächse im mittleren einstelligen Bereich in Aussicht stellt – ein signifikanter Rückschritt gegenüber früheren Prognosen.

Hoffnungsträger KI gegen juristischen Gegenwind

Operativ versucht Fiserv die Flucht nach vorn. Durch eine strategische Partnerschaft mit Microsoft soll die KI-Integration vorangetrieben werden, etwa durch den Einsatz von GitHub Copilot für über 8.000 Software-Ingenieure. Zudem kooperiert das Unternehmen mit Visa, um KI-gesteuerte Transaktionen sicherer zu machen, und stellte kürzlich mit "Unknown Shopper" ein neues Analysetool für den Einzelhandel vor.

Doch diese Initiativen werden von erheblichen juristischen Problemen überschattet. Es laufen Sammelklagen wegen Wertpapierbetrugs bezüglich der Prognosen von 2025. Erschwerend kommt hinzu, dass Demokraten im Finanzausschuss des US-Senats Informationen über den ehemaligen CEO Frank Bisignano angefordert haben, insbesondere zu seiner Rolle bei der Erstellung der nun revidierten Finanzprognosen.

Der nächste wichtige Termin steht am 4. Februar 2026 mit den Quartalszahlen an. Anleger werden genau prüfen, ob das neue Management erste Erfolge bei der Stabilisierung vorweisen kann. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau ist Fiserv eine klassische "Show me"-Story: Bevor der Aktienkurs sich nachhaltig erholen kann, muss das Unternehmen durch operative Fakten das verspielte Vertrauen mühsam wiederaufbauen.

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