Fiserv muss tief in die Tasche greifen: Fast 9 Millionen Dollar zahlt der Fintech-Konzern an die US-Regierung, um Vorwürfe wegen unrechtmäßiger Postrabatte aus der Welt zu schaffen. Die Einigung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – das Unternehmen kämpft bereits mit enttäuschenden Quartalszahlen und einem kompletten Führungswechsel.

Der teure Postskandal

Am Donnerstag verkündete das US-Justizministerium die Einigung: Fiserv zahlt 8.994.221 Dollar, um Vorwürfe beizulegen, gegen das False Claims Act verstoßen zu haben. Der Kern des Problems: Die Output-Solutions-Sparte soll bei der Postbearbeitung geschummelt haben.

Konkret geht es um den sogenannten "Move Update"-Standard der US-Post, der unzustellbare Sendungen reduzieren soll. Fiserv soll diese Vorgaben missachtet, aber trotzdem Rabatte für sortierte Massensendungen kassiert haben. Von der Vergleichssumme fließen über 5 Millionen Dollar direkt zurück an die Post.

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Die Whistleblowerin – eine ehemalige Fiserv-Mitarbeiterin – erhält knapp 1,6 Millionen Dollar aus dem Vergleich. Das Unternehmen betonte, "erfreut" zu sein, diese "Altlast" endlich abhaken zu können.

Perfektes Timing? Mitnichten!

Diese Millionen-Zahlung trifft Fiserv in einer bereits angespannten Phase. Ende Oktober schockierte das Unternehmen mit schwachen Q3-Zahlen – sowohl Umsatz als auch Gewinn verfehlten die Analystenschätzungen deutlich. Die Folge: Eine drastische Prognosesenkung und düstere Aussichten für 2026.

Gleichzeitig steht die Führungsriege kopf: CEO Michael P. Lyons übernahm erst im Mai das Ruder von Langzeit-Chef Frank Bisignano. Ende Oktober kam mit Paul Todd auch noch ein neuer Finanzchef dazu – der ehemalige CFO von Global Payments soll die Wende einleiten.

Was kommt als Nächstes?

Der 1. Dezember wird zum Lackmustest: Dann treten CEO Lyons und CFO Todd auf der UBS Global Technology & AI Conference auf. Die Investoren erwarten konkrete Antworten, wie das neue Führungsduo Fiserv aus der Krise führen will. Nach Millionen-Vergleich und Gewinneinbruch steht die Glaubwürdigkeit der neuen Spitze auf dem Spiel.

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