Fiserv Aktie: Hoffnung nach Absturz
Nach einem katastrophalen Jahr 2025 mit einem Kursverlust von 67 Prozent sendet der Zahlungsdienstleister endlich ein Lebenszeichen. Die jüngsten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen und sorgen für leichte Entspannung. Gelingt dem Management nun die lang ersehnte Bodenbildung nach dem massiven Vertrauensverlust?
Überraschung beim Gewinn
Im vierten Quartal 2025 erzielte das Fintech-Unternehmen einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 1,99 US-Dollar und schlug damit die Analystenschätzungen von 1,90 US-Dollar. Dieser Erfolg war allerdings primär niedrigeren Zinsaufwendungen zu verdanken und weniger einer operativen Explosion. Der GAAP-Umsatz stieg lediglich um ein Prozent auf 5,28 Milliarden US-Dollar, wobei das Segment für Händlerlösungen leichte Zuwächse verzeichnete, während das Finanzlösungsgeschäft schrumpfte.
Sorgen bereitet weiterhin die Profitabilität: Die operative GAAP-Marge fiel von 31,8 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nun 24,4 Prozent. Dieser Rückgang verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen und den Preisdruck, mit denen Fiserv im vergangenen Jahr zu kämpfen hatte.
Übergangsjahr 2026
Das Management um CEO Mike Lyons und CFO Paul Todd bezeichnet 2026 offen als Übergangsjahr. Die Prognose für das organische Umsatzwachstum liegt bei konservativen 1 bis 3 Prozent, der bereinigte Gewinn soll sich zwischen 8,00 und 8,30 US-Dollar einpendeln. Diese Ziele decken sich mit den bereits im Oktober skizzierten Erwartungen.
Lyons betonte, dass die Erholung ein Prozess über mehrere Quartale sei. Besonders die erste Jahreshälfte 2026 dürfte herausfordernd bleiben. Das Unternehmen setzt nun auf strikte Disziplin bei Investitionen und eine verbesserte Prognosegenauigkeit, um in der zweiten Jahreshälfte wieder stärkere Margen zu erzielen. Neue Vereinbarungen, unter anderem mit AT&T, sollen das Corporate-Geschäft stützen.
Erleichterung am Markt
An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen, die Aktie legte nach der Veröffentlichung um rund fünf Prozent zu. Nach dem dramatischen Absturz im Vorjahr werten Marktbeobachter das bloße Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften bereits als Erfolg. Analysten von Truist zeigten sich zwar überrascht von der positiven Kursreaktion, sahen aber in der Bestätigung der Prognosen ein beruhigendes Signal für Investoren. Auch Morningstar sieht langfristiges Potenzial, sobald die aktuelle Reset-Phase überwunden ist.
Der Quartalsbericht liefert die dringend benötigte Atempause, markiert aber noch keine vollständige Trendwende. Der Fokus liegt nun auf der strikten Umsetzung der Effizienzmaßnahmen. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Fiserv in der zweiten Jahreshälfte 2026 tatsächlich die versprochenen Margenverbesserungen liefern kann.
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