Fiserv liefert Zahlen, die Anleger ernüchtern dürften. Statt dynamischem Wachstum meldet der Zahlungsdienstleister für das Schlussquartal Stillstand beim Umsatz und rückläufige Gewinne. Insbesondere das Bankengeschäft schwächelt massiv, was auch den Ausblick für das laufende Jahr 2026 belastet.

Gegenwind im Bankensektor

Die Zahlen für das vierte Quartal zeigen deutlich, wo die Probleme liegen. Während der bereinigte Umsatz bei 4,9 Milliarden US-Dollar verharrte, fiel der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 948 Millionen auf 813 Millionen US-Dollar.

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Verantwortlich für die Stagnation ist primär die Sparte Financial Solutions. Hier gingen die organischen Erlöse um 2 Prozent zurück. Besonders das Geschäft mit Bankdienstleistungen litt unter einem Minus von 4 Prozent. Das Management räumte ein, Marktanteile bei kleineren Kreditgenossenschaften (Credit Unions) verloren zu haben. Auch das Segment Merchant Solutions konnte dies nicht ausgleichen und verzeichnete aufgrund einer Konsumzurückhaltung im Einzelhandel und der Gastronomie lediglich ein Plus von 1 Prozent.

Strategie und Jahresbilanz

Trotz des schwachen Ausklangs fiel das Gesamtjahr 2025 solide aus. Der Jahresumsatz kletterte um knapp 4 Prozent auf 21,2 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn legte um 9 Prozent zu. CEO Mike Lyons treibt unterdessen den Plan „One Fiserv“ voran, um die Technologieplattformen zu modernisieren.

Lyons betonte, dass bei der Erneuerung der Kernbuchungstechnologie keine Zwangsumstellungen für Finanzinstitute geplant sind – ein wichtiges Signal an die verunsicherte Kundenbasis im Bankensektor. Dennoch zeigen die Quartalszahlen, dass die strategische Neuausrichtung inmitten eines veränderten Ausgabeverhaltens der Verbraucher auf Widerstände trifft.

Vorsichtige Prognose für 2026

Der Ausblick auf das laufende Jahr fällt konservativ aus. Fiserv erwartet für 2026 lediglich ein organisches Umsatzwachstum zwischen 1 und 3 Prozent. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie stellt das Unternehmen eine Spanne von 8,00 bis 8,30 US-Dollar in Aussicht. Diese Prognose folgt auf einen strategischen Reset im vergangenen Oktober und verdeutlicht, dass das Unternehmen vorerst in einer Konsolidierungsphase steckt. Anleger müssen sich auf ein Jahr mit moderatem Wachstum einstellen, bis die Modernisierungsmaßnahmen voll greifen.

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