Fiserv Aktie: Analysten kürzen Ziele
Fiserv bekommt nach den Zahlen Gegenwind von der Analystenseite. Zwar übertraf der Zahlungsdienstleister im vierten Quartal die Erwartungen, doch der vorsichtige Ausblick für 2026 sorgt diese Woche für eine Serie gesenkter Kursziele. Der Markt stellt sich damit auf ein Jahr ein, in dem Fortschritte eher über Umsetzung als über Tempo kommen.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Mehrere Häuser senken Kursziele nach dem Q4-Ausblick
- 2026 gilt dem Management als „Übergangsjahr“
- Prognose: organisches Umsatzwachstum von 1% bis 3%, bereinigtes EPS 8,00 bis 8,30 US-Dollar
- Konsensrating der Analysten bleibt bei „Hold“
Kursziele sinken – Ton wird vorsichtiger
Mehrere Research-Häuser passten ihre Erwartungen am Mittwoch und Donnerstag an. B. Riley Financial senkte das Kursziel von 76 auf 72 US-Dollar (weiter „Neutral“). Stephens reduzierte von 75 auf 70 US-Dollar („Equal Weight“). Compass Point ging von 78 auf 75 US-Dollar zurück (ebenfalls „Neutral“).
Auch größere Adressen zogen nach: JPMorgan senkte von 85 auf 75 US-Dollar. UBS setzte ein Kursziel von 70 US-Dollar, Morgan Stanley veranschlagte 64 US-Dollar.
Beim Gesamtbild bleibt es verhalten: Laut MarketBeat liegt das Konsensrating auf „Hold“. In der Abdeckung stehen 10 Buy, 25 Hold und 2 Sell.
Q4 besser als gedacht – aber der Ausblick bremst
Operativ lieferte Fiserv im Schlussquartal solide ab. Der Konzern meldete für Q4 2025 ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,99 US-Dollar und lag damit 0,09 US-Dollar über der Markterwartung (1,90 US-Dollar). Der Umsatz erreichte 4,90 Mrd. US-Dollar und übertraf damit die Prognosen (4,78 Mrd. US-Dollar).
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Für das Gesamtjahr 2025 wies Fiserv 21,19 Mrd. US-Dollar Umsatz und einen Nettogewinn von 3,48 Mrd. US-Dollar aus. Der Free Cashflow lag bei 4,44 Mrd. US-Dollar.
Warum dann die Zurückhaltung? Weil die Prognose für 2026 bewusst konservativ ausfällt. Das Management erwartet ein bereinigtes EPS von 8,00 bis 8,30 US-Dollar sowie ein organisches Umsatzwachstum von 1% bis 3%. 2026 bezeichnete das Unternehmen als „Transition Year“ mit Fokus auf strategische Investitionen und operative Verbesserungen. CFO Paul Todd betonte zudem, Q4 und der Ausblick entsprächen dem, was Fiserv bereits im Oktober skizziert habe.
Umbau läuft weiter – nächster Termin steht
Die aktuellen Zahlen schließen ein schwieriges Jahr 2025 ab, das von Kursrückgängen und Veränderungen im Führungsteam geprägt war. CEO Mike Lyons stellte laut Reuters unter anderem striktere Prognoseprozesse und weniger Abhängigkeit von kurzfristigen Wachstumsinitiativen in den Vordergrund.
Zudem räumte Fiserv ein, einige Angebote in der Vergangenheit zu hoch bepreist zu haben. Das habe kurzfristig geholfen, aber die Kundengewinnung längerfristig belastet. Teile der Preisänderungen wurden im Zuge der Erholung inzwischen zurückgenommen.
Auffällig bleibt die Eigentümerstruktur: Der institutionelle Anteil liegt laut MarketBeat bei rund 91%. Zudem gab es im Dezember Insiderkäufe: CFO Paul Todd erwarb 17.000 Aktien zu 62,41 US-Dollar, Insider Adam Rosman kaufte 7.900 Aktien zu 63,19 US-Dollar (jeweils laut SEC-Unterlagen, zitiert von MarketBeat).
Der nächste Fixpunkt ist bereits terminiert: Am 14. Mai veranstaltet Fiserv in New York einen Investor Day, auf dem das Management zusätzliche Details zu Prioritäten und längerfristigen Zielen liefern will.
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