First Majestic Silver Aktie: Doppelter Gegenwind
Der Silbermarkt steht unter massivem Druck — und First Majestic Silver trifft es besonders hart. Eine überraschend restriktive Fed-Botschaft trifft auf steigende Ölpreise infolge des US-Iran-Konflikts. Das Ergebnis: ein Kurssturz von mehr als 8% allein an diesem Donnerstag.
Fed und Geopolitik als Auslöser
Der eigentliche Auslöser kam am Mittwoch aus Washington. Die US-Notenbank ließ die Zinsen zwar unverändert, signalisierte über ihren Projektionsbericht aber eine deutlich härtere Haltung als erwartet. Fed-Chef Jerome Powell verwies auf hartnäckige Inflation — befeuert unter anderem durch steigende Energiepreise infolge der Spannungen im Nahen Osten.
Für Edelmetalle ist das ein ungünstiges Umfeld. Gold, das keine Zinsen abwirft, verlor scharf und fiel in Richtung 4.500 Dollar je Unze — die siebte Verlustsitzung in Folge, die längste Serie seit 2023. Silber brach noch stärker ein: minus 13% an einem einzigen Tag.
First Majestic ist dabei kein Einzelfall. Americas Gold and Silver, Endeavour Silver und Coeur Mining verloren jeweils rund 10%. Auch Branchenriesen wie Newmont und Barrick gaben etwa 8% nach.
Starke Zahlen, schwache Erwartungen
Der Makroschock trifft ein Unternehmen, das ohnehin unter Druck steht. Im vierten Quartal 2025 erzielte First Majestic einen Umsatz von 463,9 Millionen Dollar — rund 17% unter der Konsensschätzung von 560,4 Millionen Dollar.
Dabei war das operative Bild durchaus stark: Die Silberproduktion stieg im Jahresvergleich um 77% auf 4,2 Millionen Unzen, der Betriebsgewinn aus dem Bergbau erreichte 237,8 Millionen Dollar. Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 105,2 Millionen Dollar — nach einem Verlust von 13,5 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 produzierte das Unternehmen 15,4 Millionen Silberunzen, ein Plus von 84%, bei einem Jahresumsatz von 1,257 Milliarden Dollar.
Strategie und Ausblick
Für 2026 plant First Majestic eine Produktion zwischen 13,0 und 14,4 Millionen Silberunzen — bewusst weniger als im Rekordjahr 2025. Die Strategie lautet: Marge vor Volumen, also höhergradige Förderung statt maximaler Tonnage. Gleichzeitig hat das Unternehmen die Dividendenformel auf 2% des vierteljährlichen Nettoumsatzes verdoppelt; die erste Zahlung auf dem neuen Niveau ist für Juni 2026 geplant.
Die Bilanz bietet strukturelle Stabilität: Gesamtvermögen von rund 4,6 Milliarden Dollar, eine Current Ratio von 2,6. Weniger komfortabel sind die Profitabilitätskennzahlen — eine Vorsteuermarge von 3,6% und ein negatives Return on Equity von -2,78% zeigen, dass die Ertragskraft trotz Rekorderlösen begrenzt bleibt.
Das Kernproblem ist die Silberabhängigkeit. Rund 58% der Erlöse stammten 2025 aus Silber — ein Vorteil in Boomzeiten, ein Risiko in Abschwungphasen. Die Aktie notiert aktuell mehr als 40% unterhalb des Allzeithochs vom 27. Februar 2026. Solange die Fed an ihrer restriktiven Haltung festhält, bleibt der Gegenwind für Edelmetallproduzenten strukturell.
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