First Majestic Silver Aktie: Zwischen Rekord und Korrektur
First Majestic Silver hat ein außergewöhnliches Jahr hinter sich — Rekordumsätze, eine verdoppelte Dividende und vielversprechende Bohrergebnisse in Nevada. Trotzdem steht die Aktie aktuell rund 32% unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Abstand zwischen Unternehmensleistung und Kursentwicklung ist das zentrale Spannungsfeld für Anleger.
Jerritt Canyon: Neue Goldpotenziale in Nevada
Das bedeutendste operative Ereignis der vergangenen Wochen kommt aus den USA. First Majestic hat die Ergebnisse seines 2025er Explorationsprogramms an der Jerritt Canyon Goldmine in Nevada veröffentlicht. Insgesamt wurden rund 18.300 Meter in 57 Bohrlöchern abgeteuft — ein umfangreiches Programm, das gezielt nach neuen Mineralisierungszonen unter ungünstigen Deckgesteinen suchte.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Am Ziel Mahala/Javelin wurden unter anderem 24,4 Meter mit 3,43 g/t Gold und 7,6 Meter mit 9,43 g/t Gold durchteuft. Am Saval-Ziel lieferte ein Bohrloch 51,8 Meter mit 1,48 g/t Gold. Besonders relevant: Frühere Bohrungen hatten die wahre Mächtigkeit der Mineralisierungszone bei Javelin offenbar unterschätzt. Neue Oberflächenbohrungen deuten auf ein größeres Volumen und eine bessere Kontinuität zwischen den einzelnen Zielen hin.
Das Landpaket in Jerritt Canyon umfasst mehr als 30.000 Hektar — Maßstab genug, um das Asset langfristig als eigenständigen Wachstumspfeiler zu etablieren.
Verdoppelte Dividende, Rekordzahlen — und Silber als Treiber
Das Geschäftsjahr 2025 markierte einen Wendepunkt. Der Umsatz stieg um 124% auf 1,26 Milliarden US-Dollar, das Nettoergebnis drehte von einem Verlust von 101,9 Millionen auf einen Gewinn von 211,0 Millionen US-Dollar. Ausschlaggebend war die Übernahme von Gatos Silver Anfang 2025, die genau dann mehr Silberproduktion lieferte, als die Metallpreise anzogen.
Ab Januar 2026 zahlt First Majestic 2% des vierteljährlichen Nettoumsatzes als Dividende aus — doppelt so viel wie zuvor. Die erste Ausschüttung auf diesem erhöhten Niveau ist für Juni 2026 geplant. Das Modell koppelt die Dividende direkt an den Silberpreis: Bei steigenden Preisen profitieren Aktionäre überproportional, bei fallenden Preisen sinkt die Ausschüttung entsprechend.
Silber bleibt der dominierende Faktor. Rund 60% der Erlöse stammen aus dem Metall, das strukturell von einem anhaltenden Angebotsdefizit gestützt wird — laut Marktprognosen das sechste Defizitjahr in Folge, mit einer erwarteten Lücke von 67 Millionen Unzen. Die Aufnahme von Silber in die US-Liste kritischer Mineralien im November 2025 verleiht dem Thema zusätzlichen politischen Rückenwind.
Strategie 2026: Qualität vor Quantität
Für 2026 gibt First Majestic eine Produktionsguidance von 13,0 bis 14,4 Millionen Unzen Silber sowie 116.000 bis 129.000 Unzen Gold aus. Der strategische Fokus liegt auf höhergradiger Förderung, um Margen zu schützen statt Volumen um jeden Preis zu steigern.
Die Aktie notiert aktuell rund 11% unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das die jüngste Schwäche nach dem Februarhoch widerspiegelt. Den ersten konkreten Test des neuen Dividendenmodells liefert die Juni-Ausschüttung für Q1 2026. Bis dahin dürfte auch die Erstschätzung der Mineralressourcen für das Santo-Niño-Ziel im Rahmen des Jahresberichts veröffentlicht werden — ein weiterer Datenpunkt, der das Bild der Explorationsstrategie vervollständigt.
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