Rekordproduktion, mehr Cash und eine höhere Dividendenformel – operativ lieferte First Majestic zuletzt starke Argumente. Gleichzeitig hat eine heftige Korrektur beim Silberpreis den gesamten Sektor durchgeschüttelt und die Stimmung spürbar abgekühlt. Worauf kommt es jetzt wirklich an?

Rekordjahr 2025 – befeuert durch Zukauf

2025 war für First Majestic ein Produktionsjahr für die Geschichtsbücher: Die Silberförderung stieg auf 15,4 Millionen Unzen, ein Plus von 84% gegenüber 2024. Der zentrale Treiber war dabei nicht „nur“ der laufende Betrieb, sondern ein großer strategischer Schritt: Ende 2024 vereinbarte das Unternehmen die Übernahme von Gatos Silver für 970 Millionen Dollar. Damit sicherte es sich 70% am Los Gatos Joint Venture und damit Zugriff auf die Mine Cerro Los Gatos in Mexiko.

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Auch finanziell schlug sich das in den Zahlen nieder. Im dritten Quartal erzielte First Majestic Rekordumsätze von 285,1 Millionen Dollar (+95% zum Vorjahr). Der operative Cashflow kletterte um 101,6 Millionen Dollar auf 141,3 Millionen Dollar. Zudem endete das Quartal mit einer Rekord-Cashposition von 568,9 Millionen Dollar.

2026: Mehr Marge, weniger Volumen

Nach dem starken Mengenjahr zieht das Management für 2026 bewusst die Handbremse – zumindest bei der reinen Silbermenge. Die neue Linie lautet „Marge vor Volumen“. Dahinter steckt ein klarer Gedanke: Wer die Minen nicht bis zum Anschlag fährt, kann ihre Lebensdauer verlängern und wirtschaftlich selektiver produzieren.

Die Prognose für 2026 liegt bei 13,0 bis 14,4 Millionen Unzen Silber sowie 116.000 bis 129.000 Unzen Gold. Parallel wird die Dividendenpolitik ausgeweitet: Künftig sollen 2% der Top-Line-Erlöse ausgeschüttet werden. Steigen oder halten sich die Silberpreise auf hohem Niveau, würde das automatisch eine höhere Ausschüttung bedeuten als im Vorjahr.

Santo Niño als kurzfristiger Prüfstein – und Silber bleibt der Taktgeber

Ein konkreter Impuls könnte schon sehr bald kommen: Im Mai 2025 meldete First Majestic die Entdeckung des Santo-Niño-Gangs in Santa Elena – hochgradig, nahe an bestehender Infrastruktur und bereits über 1,1 Kilometer nachverfolgt. Metallurgische Tests zeigten laut Unternehmen Ausbringungsraten von über 95% bei Silber und Gold. Eine erste Ressourcenschätzung wird bis Ende März 2026 erwartet – und dürfte entscheidend dafür sein, wie stark sich Reserven und Perspektive der Mine tatsächlich aufwerten.

Gleichzeitig zeigte der Silbermarkt Anfang März, wie schnell der Wind drehen kann: Am 5. März gab es den stärksten Tagesrutsch seit mehr als zwei Jahren, ausgelöst durch robuste US-Konjunkturdaten und die Rückkehr der „higher for longer“-Zinserwartung – inklusive festerem Dollar. Hinzu kam Bewegung auf der Terminmarkt-Seite: Die CME senkt die Initial-Margin-Anforderung für COMEX-5000-Unzen-Silber-Futures von 18% auf 14% (wirksam nach Handelsschluss am 6. März) – ein Signal, dass die Phase vorheriger Margin-Erhöhungen nach dem Preisschub im Januar zunächst ausläuft.

An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in starken Ausschlägen: Die Aktie schloss am Freitag bei 22,25 Euro, auf Wochensicht sind es -17,65%.

Bis Ende März stehen damit zwei Dinge im Vordergrund: die Santo-Niño-Ressourcenschätzung als unternehmensnaher Katalysator – und die Frage, ob der Silberpreis nach der Korrektur in eine stabilere Konsolidierung findet oder die Volatilität den Sektor weiter fest im Griff behält.

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