Gold: ETF-Abflüsse beschleunigen den Absturz
Der Goldpreis hat seit seinem Allzeithoch von 5.600 Dollar im Januar mehr als 22 Prozent verloren – ein Rückgang, der sich in den vergangenen Wochen durch massive ETF-Abflüsse und eine hawkishe Fed deutlich beschleunigt hat. Heute notiert das Edelmetall bei 4.452 Dollar, nach einem Zwischentief von 4.340 Dollar am 24. März.
Die Treiber des Ausverkaufs
Der Auslöser für den Stimmungsumschwung war das März-FOMC-Meeting. Die Märkte hatten mehrere Zinssenkungen für die zweite Jahreshälfte 2026 eingepreist – die Fed enttäuschte diese Erwartungen vollständig. Der Leitzins bleibt bei restriktiven 3,50 bis 3,75 Prozent, und der aktualisierte Dot-Plot signalisiert, dass eine weitere Anhebung im Herbst möglich ist. Als Begründung nannten Fed-Vertreter hartnäckige, ölgetriebene Inflation.
Parallel dazu lösten Anleger spekulativ aufgebaute Long-Positionen auf, die während des Bullenmarkts 2025 entstanden waren. Im COMEX-Markt haben sich die Positionen des Managed Money offenbar von netto-long zu neutral oder short verschoben.
Milliardenschwere Abflüsse aus Gold-ETFs
Besonders auffällig ist das Ausmaß der ETF-Abflüsse. Der SPDR Gold ETF (GLD) verzeichnete am 4. März seinen größten Tagesabfluss seit 2016 – rund 2,91 Milliarden Dollar an einem einzigen Handelstag. In den drei Wochen bis zum 21. März flossen insgesamt über 6 Milliarden Dollar aus dem Fonds ab, allein in der letzten Woche davon 1,5 Milliarden. Auch der iShares Gold Trust (IAU) verlor zuletzt 1,6 Milliarden Dollar innerhalb einer Woche.
Bemerkenswert: Der Ausverkauf läuft trotz des anhaltenden Iran-Krieges, der seit dem 28. Februar die Energiepreise auf Monatshochs getrieben hat. Der Konflikt war offenbar bereits im Kurs eingepreist – Anleger verkauften die Nachricht.
Technische Lage und Fed-Unsicherheit
Aus charttechnischer Sicht ist die Zone zwischen 4.381 und 4.402 Dollar entscheidend. Hält diese Unterstützung, bleibt die übergeordnete Aufwärtstrendstruktur intakt. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde den Weg zum 200-Tage-Durchschnitt bei rund 4.000 Dollar öffnen. Die langfristigen exponentiellen Wochendurchschnitte (21, 34 und 55 Wochen) steigen weiterhin, und der RSI notiert über der 52er-Schwelle – beides spricht technisch noch für einen intakten Aufwärtstrend.
Zusätzliche Unsicherheit liefert der bevorstehende Führungswechsel an der Fed-Spitze: Powells Amtszeit endet im Mai. Frühe Hinweise deuten darauf hin, dass sein Nachfolger eine lockerere Geldpolitik verfolgen könnte. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bis Jahresende bei lediglich 26 Prozent – die Chance auf eine Erhöhung übersteigt bereits 20 Prozent.
Kurzfristig könnten die heute anstehenden US-PMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für neue Impulse sorgen. Das LBMA-Nachmittagsfixing gilt als nächster Richtungsindikator für den europäischen und asiatischen Handel.
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