Ferrexpo steht vor einer Zerreißprobe auf dem ukrainischen Rechtsweg. Während die operative Erholung des Eisenerzproduzenten eigentlich Fahrt aufnimmt, hat ein Regionalgericht nun offiziell ein Insolvenzverfahren gegen die wichtigste Konzerntochter eingeleitet. Dieser Schritt verschärft den Konflikt um eine millionenschwere Altforderung massiv.

Juristische Eskalation in Poltawa

Das Wirtschaftsgericht der Region Poltawa hat am 24. Februar 2026 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen Ferrexpo Poltava Mining (FPM) angeordnet. Damit erreicht der juristische Streit eine neue Stufe, da das Gericht zeitgleich einen Insolvenzverwalter für die Tochtergesellschaft bestellt hat. Ferrexpo plant zwar, innerhalb der zehntägigen Frist Berufung einzulegen, allerdings setzt dieser Widerspruch das Verfahren nach aktuellem ukrainischem Recht nicht automatisch aus.

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Umstrittene Millionen-Forderungen

Auslöser des Verfahrens ist eine Forderung der Maxi Capital Group über rund 114 Millionen US-Dollar. Der Kläger behauptet, FPM habe Garantien für Verbindlichkeiten der mittlerweile insolventen Bank Finance & Credit übernommen – ein Institut, das dem Hauptaktionär von Ferrexpo nahesteht. Der Konzern bestreitet die Rechtmäßigkeit dieser Ansprüche vehement.

Vorsorglich wurden dennoch bereits Rückstellungen in voller Höhe gebildet. Trotz dieser Belastungen zeigt eine aktuelle Analyse vom 25. März, dass Ferrexpo weiterhin eine konservative Kapitalstruktur mit einer geringen Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital beibehält.

Produktion läuft vorerst weiter

Trotz der gerichtlichen Anordnung läuft der Betrieb bei FPM unter der bestehenden Geschäftsführung weiter. Die Ernennung des Insolvenzverwalters wird bisher als prozessualer Schritt gewertet, der die Produktion oder den Export der Eisenerz-Pellets nicht sofort stoppt. Dies ist für den Konzern essenziell, da die Logistik nach der Wiedereröffnung der Schwarzmeerhäfen zuletzt deutlich stabiler wurde. Die Produktionsmengen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent, wobei signifikante Anteile der Exporte nun wieder Märkte in Asien und im Nahen Osten erreichen.

Die weitere Entscheidung liegt nun beim Obersten Gericht der Ukraine. Dieses hatte die Vollstreckung der Forderung bereits im April 2024 vorläufig gestoppt. Sollten die Kiewer Richter erneut intervenieren, könnte das Verfahren in Poltawa hinfällig werden. Bis dahin dürfte der Aktienkurs, der in London bei etwa 49,55 Pence notiert, unter dem Eindruck der juristischen Unsicherheit bleiben.

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