Nach der historischen Wiedereröffnung der Sangdong-Mine in Südkorea steht Almonty Industries vor einem entscheidenden Finanztest. Obwohl die Wolframpreise rasant gestiegen sind, schickten Investoren die Papiere zuletzt auf Talfahrt. Die anstehenden Quartalszahlen rücken nun die tatsächliche Profitabilität des Bergbauunternehmens in den Mittelpunkt.

Gewinnmitnahmen trotz Fortschritten

In den vergangenen sieben Tagen gab der Kurs um rund 14 Prozent auf aktuell 20,89 Kanadische Dollar nach. Dieser Rücksetzer folgt auf eine Phase massiver institutioneller Käufe. Große Adressen wie Van Eck Associates hatten ihre Positionen im Vorfeld drastisch aufgestockt und den Anteil institutioneller Anleger insgesamt verdreifacht. Marktbeobachter werten die jüngsten Verkäufe als klassische Gewinnmitnahmen, gepaart mit Sorgen über die kurzfristige Liquidität während der Hochlaufphase der Produktion.

Fundamental durchläuft das Unternehmen eine massive Transformation. Die Phase 1 der Sangdong-Mine ist nach über 30 Jahren Stillstand wieder in Betrieb. Das schlägt sich bereits in den Büchern nieder: Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 39 Prozent auf 8,7 Millionen US-Dollar, angetrieben von extrem hohen Spotpreisen für Wolfram.

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Gleichzeitig schossen die Verwaltungs- und Allgemeinkosten auf 9,4 Millionen US-Dollar in die Höhe. Laut Finanzchef Brian Fox resultiert dieser Anstieg primär aus nicht liquiditätswirksamen Buchhaltungsaufwendungen, die durch den gestiegenen Aktienkurs im Jahr 2025 ausgelöst wurden. Bereinigt um diese Effekte verlaufe das operative Geschäft nach Plan.

US-Expansion trifft auf sportliche Bewertung

Parallel zum Hochlauf in Asien positioniert sich Almonty strategisch in Nordamerika. Mit der Übernahme des Gentung-Projekts in Montana reagiert das Management auf das ab 2027 geltende US-Importverbot für chinesisches Wolfram im Rüstungsbereich. Das Unternehmen zielt darauf ab, sich als zentraler westlicher Lieferant für die US-Verteidigungsindustrie zu etablieren.

Diese Wachstumsfantasie hat allerdings ihren Preis. Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 18,3 gehandelt – fast das Sechsfache des Branchendurchschnitts. Analysten von DA Davidson stufen den Titel aufgrund eines erwarteten Angebotsdefizits am Wolframmarkt dennoch weiterhin als Kauf ein und hoben das Kursziel kürzlich auf 25 US-Dollar an.

Die Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 am morgigen 26. März liefert die ersten belastbaren Daten zur Kostenkontrolle im regulären Minenbetrieb. Diese Zahlenwerke werden den Investoren konkrete Belege dafür liefern, inwieweit die hohen Wolframpreise die operativen Anlaufkosten in Südkorea tatsächlich kompensieren können und ob die hohe fundamentale Bewertung gerechtfertigt ist.

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