Ferrexpo Aktie: Neustart mit Hindernissen
Ferrexpo nimmt nach einer mehrwöchigen Zwangspause die Produktion wieder auf, doch die operativen Hürden bleiben hoch. Während eine erste Pelletlinie wieder anläuft, belasten eingefrorene Millionen bei einer liquidierten Schweizer Bank und extreme Energiekosten das Unternehmen. Kann der Konzern unter diesen schwierigen Bedingungen die nötige Stabilität zurückgewinnen?
Betrieb läuft schrittweise an
Seit dem 20. Januar ruhte die Produktion, nun ist eine der Pelletlinien wieder in Betrieb. Der Neustart erfolgt in einem angespannten Umfeld: Die ukrainische Industrieproduktion brach im Januar im Vorjahresvergleich um 8,1 Prozent ein. Besonders die Stromkosten entwickeln sich zum massiven Belastungsfaktor. Lagen diese 2020 noch bei 18 Prozent der Produktionskosten, machen sie heute mit Preisen von zeitweise 370 USD pro Megawattstunde rund 40 Prozent der Gesamtausgaben aus.
Zwar plant die ukrainische Regierung, die Stromkapazitäten bis Ende 2026 um 4 Gigawatt auszubauen, um die Schwerindustrie zu stützen. Doch kurzfristig bleibt die Energieversorgung volatil und teuer.
Millionen bei Schweizer Bank eingefroren
Zusätzlich zum operativen Druck kämpft das Unternehmen mit dem Ausfall eines Finanzpartners. Rund drei Millionen US-Dollar – etwa zehn Prozent der gesamten Barreserven von 30 Millionen US-Dollar – liegen bei der MBaer Merchant Bank AG. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA entzog dem Institut Ende Februar die Lizenz, nachdem die US-Behörde FinCEN Vorwürfe wegen Geldwäsche und der Umgehung von Sanktionen erhoben hatte.
Während Ferrexpo über weitere 27 Millionen US-Dollar auf anderen Konten verfügt, ist die Rückgewinnung der Mittel bei der MBaer Merchant Bank im laufenden Liquidationsverfahren ungewiss.
Aktie bleibt unter Druck
An der Börse reagierten Anleger gestern verhalten; die Aktie gab um 3,95 Prozent auf 51,10 GBX nach. Damit notiert das Papier weiterhin im unteren Bereich seiner 52-Wochen-Spanne, die zwischen 41,30 und 87,23 GBX liegt. Die Geschäftszahlen für das Jahr 2024 unterstreichen die finanzielle Herausforderung: Trotz eines Umsatzes von 933 Millionen US-Dollar und einem bereinigten EBITDA von 69 Millionen US-Dollar verblieb unter dem Strich ein Nettoverlust von 50 Millionen US-Dollar.
Die weitere operative Entwicklung hängt nun maßgeblich von der Sicherheit der Infrastruktur ab. Anhaltende Angriffe auf Energieanlagen und das Schienennetz, wie zuletzt am 7. März in der Region Poltava, stellen ein permanentes Risiko für die Logistik und die Energieversorgung der Minenstandorte dar.
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