Das Weiße Haus hat Fannie Mae angewiesen, 200 Milliarden US-Dollar in den Markt für hypothekenbesicherte Wertpapiere zu pumpen. Die massive Intervention soll die Kreditkosten senken und die Liquidität erhöhen – doch sie wirft Fragen zur Kapitalausstattung des Finanzriesen auf.

Die Maßnahme zielt darauf ab, die Hypothekenzinsen zu drücken und Eigenheimkäufer zu entlasten. Erste Effekte zeigen sich bereits: Die Zahl der Hypothekenanträge ist gestiegen, in einigen Marktsegmenten sind die Zinsen gesunken. Fannie Mae kauft Hypotheken von Kreditgebern und bündelt sie zu Wertpapieren – eine Schlüsselrolle im US-Immobilienmarkt.

Kapitallücke unter Beobachtung

Die Anweisung aus Washington erweitert Fannie Maes Marktengagement erheblich. Gleichzeitig rückt die Kapitalausstattung des Unternehmens in den Fokus. Berichte weisen auf eine signifikante Kapitallücke hin, die bei veränderten Marktbedingungen zum Problem werden könnte.

Fannie Mae nutzt zwar Risikotransferprogramme und Verbriefungen, um Risiken zu steuern. Doch der Umfang der neuen Initiative erhöht das Umsetzungsrisiko. Das Unternehmen hält bereits einen erheblichen Teil der US-Wohnhypotheken – mit der Intervention festigt sich seine Position als Haupt-Liquiditätsquelle.

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Marktteilnehmer werden genau verfolgen, wie sich die Maßnahme auf Kreditqualität, Kapitalanforderungen und Refinanzierungskosten auswirkt. Die langfristige Tragfähigkeit des Geschäftsmodells steht zur Debatte.

Solide Zahlen trotz Gewinnrückgang

Die politische Intervention folgt auf die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2025. Fannie Mae erzielte im vierten Quartal einen Nettogewinn von 3,5 Milliarden Dollar, für das Gesamtjahr 14,4 Milliarden Dollar. Trotz eines Gewinnrückgangs gegenüber dem Vorjahr wuchs das Nettovermögen auf 109 Milliarden Dollar zum Jahresende.

Die Nettoerlöse blieben im vierten Quartal stabil bei rund 7,3 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2025 stellte das Unternehmen Liquidität für Hypotheken im Wert von 409 Milliarden Dollar bereit.

Die 200-Milliarden-Intervention könnte diese Zahlen künftig deutlich verändern – ob positiv oder negativ, hängt von der Entwicklung der Kreditqualität und den Refinanzierungskosten ab.

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