Fannie Mae Aktie: Hoffnungen gedämpft
Die Fannie-Mae-Aktie setzt ihre Schwächephase fort. Nach einem Rückgang von 19,4 % seit Jahresbeginn konsolidierte der Titel gestern bei 8,87 US‑Dollar. Auslöser ist vor allem die politische Vorgabe an Fannie Mae und Freddie Mac, Hypothekenpapiere (MBS) im Volumen von 200 Milliarden US‑Dollar zu kaufen – mit deutlichen Folgen für die Kapitalplanung und die Erwartungen an eine Privatisierung.
Regierungsprogramm bremst Privatisierungsfantasie
Die zuständige Aufsicht FHFA stellte gestern klar, dass die staatlich gestützten Hypothekenfinanzierer ihr MBS-Portfolio nicht über das festgelegte Volumen von 200 Milliarden US‑Dollar hinaus ausweiten werden. Die Maßnahme soll den US‑Immobilienmarkt stützen und Hypothekenzinsen drücken.
Für die Eigentümerseite hat der Eingriff jedoch eine andere Konsequenz: Laut einem Bericht von Inside Mortgage Finance sehen Kritiker und Branchenexperten die lang erwartete Rekapitalisierung und eine mögliche Entlassung aus der staatlichen Kontrolle nun „auf Eis“.
In den vergangenen Monaten hatten viele Anleger genau darauf gesetzt. Spekulationen über eine zügige Privatisierung hatten die Aktie bis Anfang Dezember 2025 um 212,8 % nach oben getrieben. Nun erfolgt eine Neubewertung des Risikos, da Fannie Mae seine Bilanz stärker für politische Ziele – niedrigere Hypothekenzinsen – nutzen muss, statt vorrangig Kapital für mehr Eigenständigkeit aufzubauen.
Gemischte Effekte am Hypothekenmarkt
Die unmittelbare Wirkung der Vorgabe auf den Hypothekenmarkt fällt begrenzt aus. Die durchschnittliche 30‑jährige Festhypothek fiel zwar zunächst auf ein Drei-Jahres-Tief von rund 6,06 % im Wochenverlauf, stieg gestern nach Daten vom 23. Januar aber wieder leicht auf 6,09 %.
Parallel reduziert die US‑Notenbank ihre eigenen MBS-Bestände weiter um etwa 15 Milliarden US‑Dollar pro Monat. Diese laufende Bilanzverkleinerung dämpft den Liquiditätseffekt des Fannie‑Mae-Programms und erschwert eine nachhaltige Entspannung am Hypothekenmarkt.
Hinzu kommt ein schwieriger Sektorhintergrund. Mehrere große Finanzinstitute meldeten gestern Belastungen im Hypothekengeschäft. American Banker berichtete, U.S. Bank habe aufgrund Bewertungsanpassungen einen Netto‑Abschreibungsaufwand von 11 Millionen US‑Dollar auf Mortgage Servicing Rights (MSR) verbucht. Bei JPMorgan Chase gingen die Nettoerlöse aus dem Servicing im Quartalsvergleich um 43 Millionen US‑Dollar zurück.
Bewertung weiter strittig
Trotz der jüngsten Korrektur bleibt die Bewertung umkämpft. Eine Analyse von Morningstar aus dem späten Januar sieht den fairen Wert der Aktie bei rund 1,43 US‑Dollar. Ausgehend vom Kursniveau von 8,87 US‑Dollar signalisiert dies aus Sicht der Analysten weiterhin einen deutlichen Aufschlag, der maßgeblich auf eingepreiste Privatisierungsfantasie zurückzuführen ist.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die aktuelle Kursphase bereits eine ausreichende Anpassung an das veränderte politische Umfeld widerspiegelt. Der Artikel legt nahe, dass dies aus Bewertungs- und Regulierungssicht eher nicht der Fall ist: Der Einschätzung zufolge reflektiert der Kurs weiterhin Erwartungen, die mit der aktuellen Ausrichtung der Regierungspolitik nur begrenzt vereinbar sind.
Technische Lage und Ausblick
Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Allein im letzten Monat hat die Aktie 17,9 % verloren und nähert sich Unterstützungszonen, die zuletzt Ende 2025 eine Rolle spielten. Einige Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index (RSI) nähern sich überverkauften Bereichen. Das Portal StockInvest.us meldet auf Basis der Kursdynamik ein technisches Kaufsignal, betont dabei aber den rein momentumgetriebenen Charakter dieser Einschätzung.
Fundamental hat sich der Rahmen dagegen klar verschoben. Solange Fannie Mae und Freddie Mac in dieser Form als direkte Instrumente der wirtschafts- und wohnungspolitischen Steuerung eingesetzt werden, sehen Analysten den Weg zu einem Börsengang oder einer umfassenden Rekapitalisierung blockiert. In der kommenden Woche rückt daher vor allem die weitere politische Nachrichtenlage in den Fokus – insbesondere das Zusammenspiel des 200‑Milliarden‑MBS‑Programms mit der parallel erlassenen Anordnung, institutionelle Käufe von Einfamilienhäusern stärker zu begrenzen.
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