Nach den heftigen Verkäufen der letzten Wochen gibt es bei Bitcoin ein erstes Signal, dass sich das Kräfteverhältnis am Markt verschieben könnte. US-Spot-ETFs verzeichnen wieder Nettozuflüsse – und On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass große Adressen einsammeln, während Privatanleger verkaufen. Ist das schon eine Bodenbildung oder nur eine kurze Verschnaufpause?

Spot-ETFs drehen ins Plus

Nach zwei Tagen mit Nettoabflüssen meldeten US-Spot-Bitcoin-ETFs am Freitag (13. Februar) wieder einen gemeinsamen Nettozufluss von rund 15,1 Mio. US-Dollar. Das ist kein riesiger Betrag, aber ein klarer Richtungswechsel: Regulierte Anlagevehikel ziehen wieder Kapital an.

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Auffällig ist dabei das gemischte Bild innerhalb der großen Anbieter. Fidelitys FBTC führte die Zuflüsse mit etwa 12 Mio. US-Dollar an. Auch Produkte von VanEck und WisdomTree lagen im Plus. Ausgerechnet BlackRocks dominanter Fonds IBIT verzeichnete hingegen einen kleinen Nettoabfluss von rund 9,4 Mio. US-Dollar.

Privatanleger verkaufen, „Whales“ kaufen

Während bei den ETFs wieder Geld hineinfließt, zeigen On-Chain-Daten eine ganz andere Dynamik bei kurzfristig orientierten Anlegern. Im Februar gab es auf der Börse Binance laut Analyse zwei deutliche Verkaufswellen. Allein am 13. Februar wurden demnach in einer Spitze mehr als 12.000 BTC von Short-Term-Holdern verkauft.

Diese Abgabewelle ging mit einer besonders starken Kapitulationsphase einher: Die realisierten Verluste der vergangenen sieben Tage lagen per 13. Februar bei 2,3 Mrd. US-Dollar – ein Wert, der den jüngsten Ausverkauf als eines der größten „Bereinigungs“-Ereignisse der Bitcoin-Historie einordnet.

Parallel dazu zeigt die Gegenseite Aktivität. Daten vom 14. Februar zufolge haben Wallets mit Beständen zwischen 10 und 10.000 BTC in den vier Tagen zuvor über 18.000 BTC akkumuliert. Besonders aggressiv waren demnach Wallets in der Spanne von 10 bis 100 BTC, als sich die Kurse der Marke von 60.000 US-Dollar näherten.

Kurz zusammengefasst:
- US-Spot-ETFs: am Freitag wieder Nettozuflüsse (ca. 15,1 Mio. USD)
- Retail/Short-Term-Holder: deutliche Verkaufswellen, hohe realisierte Verluste (7 Tage: 2,3 Mrd. USD)
- Größere Wallets: Netto-Akkumulation, vor allem im Bereich 10–100 BTC

Was das für den Markt bedeutet

Das Bild ist widersprüchlich – und genau das macht es spannend. Kurzfristige Halter wurden durch den Sell-off offenbar aus dem Markt gedrückt und sitzen teils auf hohen Buchverlusten. Gleichzeitig wirken die wieder anziehenden ETF-Zuflüsse und die Käufe größerer Wallets so, als würden einige Marktteilnehmer die jüngsten Rückgänge als Einstiegsmöglichkeit betrachten.

Auch im Kursverlauf spiegelt sich der Druck: Bitcoin notiert aktuell bei 68.278 USD und hat in den letzten 30 Tagen rund 28,5% verloren. Entscheidend dürfte in den kommenden Tagen sein, ob die ETF-Zuflüsse stabil bleiben und die Akkumulation der großen Adressen anhält – dann könnte aus dem jüngsten Abverkauf tatsächlich ein tragfähigerer Boden entstehen.

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