Zu Jahresbeginn rückt Fannie Mae mit einer klar formulierten Bewertungsthese von Pershing-Square-Chef Bill Ackman in den Vordergrund. Er skizziert ein Szenario, in dem der Kurs bei rund 34 US‑Dollar liegen könnte – vorausgesetzt, der Ausstieg aus der Zwangsverwaltung gelingt in einem abgestimmten Zeitplan. Im vorbörslichen Handel wird nun abgewogen, wie realistisch dieser Fahrplan ist und welches Risiko ein vorgezogenes IPO mit sich bringen würde.

Ackmans Fahrplan: Späteres IPO, höherer Wert

Im Zentrum steht der Konflikt zwischen politischem Druck für einen schnellen Börsengang und der Kapitalstrategie großer Aktionäre. Während über ein mögliches, vom US‑Finanzministerium geführtes IPO bereits im ersten Quartal 2026 spekuliert wird, warnt Ackman öffentlich vor einem zu frühen Schritt.

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Seine Analyse basiert auf einem späteren Börsengang im vierten Quartal 2026. Bis dahin könnte Fannie Mae nach seiner Einschätzung genügend Gewinne einbehalten, um die geforderten Eigenkapitalpuffer weitgehend organisch aufzubauen. Unter dieser Annahme errechnet er:

  • ein Kursziel von rund 34 US‑Dollar je Aktie, deutlich über dem Schlusskurs von 10,73 US‑Dollar zum Jahresende 2025
  • einen möglichen Erlös für die US‑Regierung von über 300 Milliarden US‑Dollar aus der Ausübung ihrer Warrants und anschließenden Aktienverkäufen
  • einen externen Kapitalbedarf von etwa 30 Milliarden US‑Dollar bei einem IPO Ende 2026 – deutlich weniger Verwässerung als bei einem schnellen Börsengang im ersten Quartal

Der Bewertungsansatz impliziert damit ein Aufwärtspotenzial von über 200 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau, setzt aber eine erfolgreiche Rekapitalisierung und Notierung an einer großen Börse voraus.

2026 als Schlüsseljahr für Fannie Mae

Im Markt wird 2026 vielfach als Endpunkt der inzwischen 17‑jährigen Zwangsverwaltung betrachtet. Die Aufsichtsbehörde FHFA signalisiert operative Bereitschaft für eine Übergangsphase zurück in den Privatsektor.

Zum Jahresbeginn wurde zudem die Obergrenze für förderfähige Hypotheken (conforming loan limit) für Einfamilienhäuser angehoben, um die gestiegenen Immobilienpreise abzubilden. Das stärkt die Bedeutung von Fannie Mae im Hypothekenmarkt und stützt die Ertragsannahmen, die den optimistischen Bewertungsmodellen zugrunde liegen.

Gleichzeitig bleibt der Weg zur Privatisierung risikobehaftet. Der Kurs fungierte in der Vergangenheit häufig als Barometer für Regulierungs- und Politikrisiken. Die Differenz zwischen dem Marktpreis um 10,70 US‑Dollar und dem theoretischen Wert von rund 34 US‑Dollar spiegelt einen deutlichen „politischen Abschlag“ wider, der die komplexen Abstimmungen zwischen Finanzministerium, FHFA und privaten Anteilseignern einpreist.

Technische Marken und Volatilität

Charttechnisch startet Fannie Mae in eine entscheidende Phase. Nach dem Schlusssprung um 4,17 Prozent auf 10,73 US‑Dollar konsolidiert die Aktie in diesem Bereich.

Wichtige Marken im Überblick:

  • Widerstand: Ein nachhaltiger Ausbruch über 10,89 US‑Dollar könnte eine breitere Aufwärtsbewegung anstoßen und den 52‑Wochen‑Höchststand bei 15,98 US‑Dollar wieder in den Blick rücken.
  • Unterstützung: Schwächere Impulse würden den Bereich um 10,20 US‑Dollar als nächste Unterstützungszone testen.

Marktteilnehmer rechnen im Januar mit erhöhter Schwankungsbreite, solange das US‑Finanzministerium seine präferierte IPO‑Zeitschiene nicht klarer definiert. Entscheidend ist dabei der zeitliche Ablauf: Ein Zielkorridor Richtung viertes Quartal würde Ackmans „Value-Maximierungs“-These stützen, während ein überraschender Börsengang bereits im ersten Quartal kurzfristig zusätzliche Unsicherheit rund um die Kapitalausstattung in die Aktie bringen dürfte.

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