Bitcoin wirkt derzeit wie ein Markt im Spagat: Einige On-Chain-Daten kippen klar ins Negative, während andere Signale eher nach stiller Akkumulation aussehen. Besonders ein Profitabilitäts-Indikator deutet darauf hin, dass immer mehr Anleger Verluste realisieren – ein Muster, das in der Vergangenheit oft vor größeren Korrekturen auftauchte. Wie belastbar ist dieses Warnsignal, wenn gleichzeitig „Wale“ wieder zugreifen?

aSOPR unter 1: Verkäufe mit Verlust

Laut Daten der Analyseplattform CryptoQuant ist der Adjusted Spent Output Profit Ratio (aSOPR) deutlich gefallen und in eine Zone gerutscht, die historisch häufig den Beginn ausgeprägter Bärenphasen markierte. Der aSOPR misst vereinfacht, ob bewegte Coins im Schnitt mit Gewinn oder Verlust verkauft werden.

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Aktuell liegt der Wert im Bereich von 0,92 bis 0,94. Das ist klar unter der Marke von 1,0 – und bedeutet: Im Durchschnitt werden Bitcoins beim Transfer/Verkauf mit rund 6% bis 8% Verlust realisiert. Entscheidend ist dabei weniger ein kurzer Ausreißer, sondern die Aussage dahinter: Es handelt sich laut Einordnung nicht um einen typischen, schnellen „Zwischendurch-Rücksetzer“, bei dem sich der Indikator rasch wieder über 1,0 fängt, sondern um anhaltenden Verkaufsdruck mit echter „Schmerz“-Komponente für viele Marktteilnehmer.

Analysten leiten daraus ab: Gelingt dem aSOPR nicht zeitnah die Rückkehr über 1,0, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus eine breitere, bearish geprägte Marktphase entwickelt.

ETFs raus, Wale rein: Gemischte Signale

Parallel zeigt das Ökosystem widersprüchliche Tendenzen:

  • Institutionelle Nachfrage schwächer: In den in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs gab es in der vergangenen Woche Abflüsse von mehr als 375 Mio. US-Dollar. Laut Bericht könnte es sogar die vierte Verlustwoche in Folge sein – ein klarer Dämpfer für das kurzfristige Sentiment.
  • Große Wallets akkumulieren: Adressen mit mehr als 1.000 BTC („Whales“) sollen innerhalb einer Woche etwa 53.000 BTC zugekauft haben. Das wäre die deutlichste Kaufwelle dieser Gruppe seit November.
  • Langfristige Halter bleiben standhaft: Die Daten deuten zudem darauf hin, dass starkes Long-Term-Holding weiter anhält – erfahrene Investoren scheinen also nicht flächendeckend das Handtuch zu werfen.

Unterm Strich: Während ein Teil des „großen Geldes“ über ETFs offenbar Kapital abzieht, bauen andere Großhalter Positionen aus. Das macht das Gesamtbild unübersichtlich – und erhöht die Bedeutung der nächsten Signale.

Technische Zonen und der Druck von oben

Nach dem deutlichen Rückgang vom Hoch hat sich Bitcoin zwar stabilisiert, bleibt laut Text aber unter wichtigen Widerständen gedeckelt. Zusätzlich drückt das Umfeld: Makro-Sorgen und die Unsicherheit über die weiteren ETF-Flows belasten das Sentiment.

Als zentrale Unterstützungszone gilt im Bericht der Bereich um 60.000 US-Dollar. Einige On-Chain-Auswertungen halten jedoch ein tieferes Zyklus-Tief für möglich – genannt wird rund 55.000 US-Dollar, was dort mit dem „realized price“ (realisierten Preis) verknüpft wird.

Aus Marktsicht bleibt es damit ein Balanceakt: Der Druck ist hoch, aber ein „klassisches“ Kapitulationsniveau, das in der Vergangenheit oft einen klaren Boden signalisierte, sei laut Einschätzung noch nicht erreicht. Passend dazu zeigt sich auch im Kursbild: Auf 30 Tage liegt Bitcoin rund 28,9% im Minus, was die angespannte Lage unterstreicht.

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