JPMorgan zieht die Notbremse: Der US-Bankriese stuft Evonik drastisch ab und warnt vor einer Dividendenkürzung um 35 Prozent. Der Grund ist brisant – dem Chemiekonzern geht das Geld aus. Kann Evonik die Ausschüttung überhaupt noch stemmen, oder steht Anlegern eine böse Überraschung bevor?

Vernichtendes Urteil aus den USA

Die Analysten von JPMorgan haben ihre Meinung zu Evonik radikal geändert. Statt "Overweight" heißt es nun nur noch "Neutral" – und das Kursziel sackt von 20 auf magere 14 Euro ab. Bei einem Freitagsschluss von 13,17 Euro ist damit kaum noch Luft nach oben.

Analyst Chetan Udeshi legt den Finger in die Wunde: Der freie Cashflow des Essener MDax-Konzerns reicht schlicht nicht mehr aus. In den Jahren 2025 und 2026 soll der Barmittelzufluss gerade einmal 70 Prozent der geplanten Dividende decken. Eine gefährliche Lücke.

Die harten Fakten zur Abstufung

  • Rating: Von "Overweight" auf "Neutral" gesenkt
  • Kursziel: Drastischer Schnitt von 20 auf 14 Euro
  • Dividendenprognose: Kürzung um 35 Prozent auf 0,75 Euro je Aktie erwartet
  • Kernproblem: Freier Cashflow deckt nur 70 Prozent der Ausschüttung
  • Marktreaktion: Aktie unter Druck bei 13,17 Euro

Wenn das Geld nicht reicht

Die Crux liegt im Detail: Evonik kann die Dividende nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren. Während der Markt bislang mit höheren Ausschüttungen kalkulierte, rechnet JPMorgan nun mit einer schmerzhaften Reduzierung auf 0,75 Euro je Aktie. Ein Kahlschlag, der Einkommensinvestoren hart treffen dürfte.

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Strukturelle Margenprobleme und ein schwieriges konjunkturelles Umfeld setzen dem Chemiekonzern zu. Zwar hebt JPMorgan die EPS-Prognose für 2025 leicht auf 1,35 Euro an, doch das ändert nichts am Kern des Problems: Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden.

Nicht allein, aber besonders gebeutelt

Auch andere Banken werden skeptischer. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel bereits auf 13 Euro gesenkt und rät zum Halten. Der Konsens rutscht zusehends ins Negative. Die gesamte Chemiebranche leidet unter Nachfrageschwäche und Überkapazitäten – doch Evonik trifft es besonders hart.

Der Verlust des "Overweight"-Status bei einer der wichtigsten US-Investmentbanken dürfte den Verkaufsdruck verstärken. Institutionelle Anleger könnten ihre Positionen nun überdenken, zumal die Dividendenrendite – bislang ein Kaufargument – massiv schrumpfen könnte.

Anleger stehen vor der Frage: Ist der aktuelle Kurs bereits eine Einstiegschance oder nur der Anfang einer längeren Talfahrt? Die kommenden Quartalszahlen und vor allem die Kommunikation zur Dividendenpolitik werden richtungsweisend sein.

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