Evonik prüft eine mögliche Rückforderung von US-Zöllen – und daraus könnte eine unerwartete, wenn auch begrenzte Zusatzeinnahme entstehen. Auslöser ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das bestimmte ältere Abgaben nachträglich für rechtswidrig erklärt hat. Für Anleger ist vor allem entscheidend: Wie viel Geld könnte tatsächlich zurückfließen – und wie stark würde das überhaupt ins Gewicht fallen?

Supreme-Court-Urteil als Auslöser

Konkret geht es um Zölle, die Evonik in der Vergangenheit in den USA gezahlt hat. Interims-Finanzchef Claus Rettig bestätigte am 26. Februar, dass der Konzern aktiv Optionen zur Rückforderung evaluiert. Der mögliche Betrag: eine „kleinere zweistellige Millionensumme“.

Der Hintergrund ist ein Urteil des US-Supreme-Court vom 20. Februar 2026. Demnach wurde ein großer Teil der auf einem älteren Gesetz basierenden Zölle für unrechtmäßig erklärt. Genau dieses Fenster nutzt Evonik nun, um zu prüfen, ob und in welcher Höhe Erstattungen möglich sind.

Operativ bleibt die Belastung überschaubar

So interessant eine mögliche Rückzahlung klingt: Die direkte Belastung durch US-Handelsmaßnahmen beschreibt Evonik als überschaubar. Der Grund ist strategisch und pragmatisch zugleich. Ein großer Teil der Produkte, die in den USA verkauft werden, wird dort auch vor Ort hergestellt. Damit ist der Konzern deutlich weniger anfällig für grenzüberschreitende Abgaben.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Evonik?

An der Börse zeigt sich der Titel derweil kurzfristig schwächer: Heute schloss die Aktie bei 14,73 Euro (-1,60%). Auf 12-Monats-Sicht steht dennoch ein Minus von 23,14% zu Buche. Auffällig ist zudem der sehr niedrige RSI von 15,8, der die zuletzt stark gedrückte technische Ausgangslage unterstreicht.

Nächster Blickpunkt: Jahreszahlen am 4. März

Für den weiteren Takt sorgt bereits der nächste Termin: Am 4. März 2026 will Evonik die vollständigen und geprüften Jahresergebnisse für 2025 vorlegen. Anfang Februar hatte das Unternehmen außerdem eine Anpassung der Dividendenpolitik angekündigt, um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen.

Unterm Strich bleibt die mögliche Zollrückzahlung ein potenzieller Sonderfaktor – der nächste echte Prüfstein für die Aktie sind jedoch die finalen 2025er-Zahlen am kommenden Mittwoch.

Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...