Ein Bericht des "Handelsblatt" sorgt heute für Aufsehen im gesamten Chemiesektor. Im Raum steht eine mögliche Verlängerung kostenloser EU-Emissionszertifikate, was Anleger sofort als massives Entlastungssignal für die energieintensive Branche interpretieren. Für die Evonik-Aktie bedeutet dies eine dynamische Erholung, die den Titel an die Spitze des MDax katapultiert.

  • Aktueller Kurs: 14,17 €
  • Performance 7 Tage: +9,00 %
  • Technische Marke: Rückkehr über 50-Tage-Linie (13,31 €)
  • Sektor-Trend: Breite Erholung bei Chemie-Werten (u.a. BASF, Lanxess)

Regulatorische Erleichterung in Sicht?

Auslöser der Kaufwelle ist die Spekulation über politische Schützenhilfe aus Brüssel. Sollten die Zuteilungen für Emissionszertifikate tatsächlich verlängert werden, würde dies die Kostenstruktur der europäischen Chemiekonzerne spürbar entlasten. Der Markt reagiert prompt auf diese Perspektive: Neben Evonik verzeichnen auch Wettbewerber wie BASF und Lanxess deutliche Kursaufschläge.

Die Reaktion zeigt, wie sensibel die Branche auf regulatorische Signale reagiert. Während Chemie-Titel profitieren, geraten Aktien aus dem Zementsektor wie Heidelberg Materials im Gegenzug unter Druck. Anleger schichten offenbar gezielt in jene Bereiche um, die am stärksten von der potenziellen Neuregelung profitieren würden.

Chartbild hellt sich auf

Für Evonik kommt der heutige Impuls zur rechten Zeit. Nachdem die Aktie am 20. Januar 2026 noch ein 52-Wochen-Tief bei 12,62 Euro markierte, kämpft sich der Kurs nun zurück. Mit dem aktuellen Anstieg auf 14,17 Euro gelang der Sprung über den 50-Tage-Durchschnitt von 13,31 Euro.

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Trotz der jüngsten Erholungswoche (+9,00 %) bleibt die langfristige Bilanz mit einem Minus von rund 21 Prozent auf Jahressicht belastet. Der extrem niedrige RSI-Wert von 15,8 deutet jedoch weiterhin auf eine überverkaufte Situation hin, was technisch orientierte Marktteilnehmer als Argument für weiteres Aufholpotenzial werten könnten.

Operatives Geschäft läuft weiter

Abseits der politischen Börse treibt der Konzern seine strategische Ausrichtung voran. Bereits zum Wochenstart vermeldete Evonik eine Erweiterung der Vertriebspartnerschaft mit Formerra für medizinische Produkte in Nordamerika. Auch in Wachstumsfeldern wie Ammoniumsulfat und Futtermittelzusatzstoffen sehen Branchenanalysen das Unternehmen solide positioniert, um von langfristigen Trends zu profitieren.

Die operative Entwicklung rückt angesichts der politischen Fantasie kurzfristig in den Hintergrund. Für eine nachhaltige Bodenbildung und eine Bestätigung des Trends ist entscheidend, ob aus den medialen Berichten zur EU-Politik konkrete Beschlüsse folgen.

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