Evonik Aktie: Politische Warnung sorgt für Aufsehen
Der Essener Chemiekonzern meldet sich mit einer überraschenden Doppelbotschaft zurück: Während Evonik seine Vertriebswege im nordamerikanischen Gesundheitsgeschäft ausbaut, sorgt Vorstandschef Christian Kullmann mit einer ungewöhnlich deutlichen politischen Warnung für Schlagzeilen. Der Manager mahnte öffentlich vor einer Annäherung des deutschen Mittelstands an die AfD – eine Positionierung, die in der Führungsetage börsennotierter Industriekonzerne selten ist.
Die wichtigsten Fakten:
- Vertriebspartnerschaft mit Formerra für Medizintechnik-Materialien in USA und Kanada erweitert
- CEO Kullmann warnt Mittelstand vor AfD-Annäherung
- Quartalszahlen für Q4 2025 werden am 4. März 2026 vorgelegt
- Aktie notiert mit 13,23 Euro rund 41 Prozent unter dem Jahreshoch
Expansion im Gesundheitssektor
Evonik baut seine Präsenz im nordamerikanischen Markt für medizinische Anwendungen aus. Die seit zwei Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Vertriebspartner Formerra umfasst nun auch Hochleistungsmaterialien der Marke CARE. Diese spezialisierten Polyamide werden für Diagnosesysteme, chirurgische Instrumente und medizinische Gerätegehäuse eingesetzt. Der Schritt zielt darauf ab, Herstellern von Medizintechnik den Zugang zu den Spezialprodukten zu erleichtern.
Seltener Vorstoß des Managements
Die politische Stellungnahme von Kullmann sticht heraus: Der Vorstandsvorsitzende warnte den deutschen Mittelstand explizit vor einer Annäherung an die rechtspopulistische Partei und verwies auf damit verbundene Risiken. Solche klaren Positionierungen sind in den Chefetagen großer Industriekonzerne ungewöhnlich und könnten in der Wirtschaft für Diskussionen sorgen.
Zahlen im Fokus
Am 4. März rückt das operative Geschäft wieder in den Mittelpunkt. Dann legt Evonik die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Investoren werden vor allem auf den Ausblick für 2026, die Kostenentwicklung und den Fortschritt bei der Portfolio-Optimierung achten. In einem anspruchsvollen Branchenumfeld dürfte das Management Farbe bekennen müssen, wie es den Konzern durch das laufende Jahr steuern will.
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