Evonik Aktie: China-Strategie auf dem Prüfstand
Evonik setzt mitten im Konzernumbau ein klares Zeichen in Asien. Auf der PCHi-Fachmesse in Hangzhou präsentierte der Essener Spezialchemiekonzern ein erweitertes Portfolio für den chinesischen Kosmetikmarkt — inklusive einer Weltpremiere und einer Auszeichnung beim Fountain Award. Das ist mehr als Messeroutine: Der Auftritt markiert einen konkreten Schritt in Evoniks Strategie, organisches Wachstum in priorisierten Märkten zu erzielen, während M&A-Aktivitäten bis 2027 pausiert bleiben.
Lokale Verankerung als Wachstumshebel
China ist der zweitgrößte Kosmetikmarkt der Welt — und Evonik will dort tiefer verwurzelt sein als bisher. Noch 2026 soll ein neues Asia Beauty Science & Innovation Center in Shanghai eröffnen, das die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für chinesische und asiatische Kunden beschleunigen soll.
Am Messestand feierte SPHINOX® Vively seine Weltpremiere — ein Ceramid-Produkt, das Hautpflegeinnovation mit nachhaltiger Biotechnologie verbindet. Für den chinesischen Markt spezifisch entwickelt wurde symbio®muls Aquasoft MB, gewonnen aus Reiskleie, das für eine PCHi Fountain Award-Nominierung in der Kategorie Emulgierung qualifiziert war. Als erstes Unternehmen weltweit, das Rhamnolipid-Biosurfactants in industriellem Maßstab produziert, bringt Evonik zudem sein Biosurfactant-Portfolio RHEANCE® One in Position.
Großer Abstand zum eigenen Renditeziel
Der strategische Fokus auf China ist eingebettet in einen tiefgreifenden Konzernumbau, der noch erhebliche Umsetzungsarbeit erfordert. Das bereinigte EBITDA lag 2025 bei 1,87 Milliarden Euro — in etwa auf Prognoselinie. Gleichzeitig sank der Umsatz um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro.
Besonders aufschlussreich ist der ROCE: Mittelfristig strebt Evonik einen Return on Capital Employed von elf Prozent an. 2025 lag er bei 6,1 Prozent, nach 7,1 Prozent im Vorjahr — der Abstand zum Ziel wächst also statt zu schrumpfen. Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made" soll nach Abschluss 2026 jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro liefern, großteils durch den Abbau von bis zu 2.000 Stellen weltweit.
Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor — nach 1,17 Euro im Vorjahr. Ab 2026 sollen 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettogewinns ausgeschüttet werden. Die Aktie notiert aktuell rund drei Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat in den vergangenen zwölf Monaten deutlich an Wert verloren. Ob die China-Offensive die Renditeziele in Reichweite bringt, wird sich an den Margen der kommenden Quartale ablesen lassen.
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