Der Verband der Chemischen Industrie hat seine Prognose für 2026 zurückgezogen. Der Grund: drohende Lieferkettenengpässe durch den Iran-Konflikt. Für Evonik, dessen Produktion von einer stabilen Rohstoffversorgung abhängt, ist das keine abstrakte Warnung.

Die Branchenzahlen für das vierte Quartal 2025 zeichnen ohnehin ein gespaltenes Bild. Während die Pharmaindustrie zulegte, setzte sich in der reinen Chemieproduktion die Talfahrt fort — Produktion, Preise und Umsatz gingen zurück, die Kapazitätsauslastung blieb unter der Rentabilitätsschwelle. Der Gesamtumsatz der Branche sank im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro.

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Asiatischer Wettbewerb verschärft den Druck

Zur Unsicherheit bei der Rohstoffversorgung gesellt sich ein strukturelles Problem: Der Preisdruck aus Asien, vor allem aus China, macht europäischen Produzenten das Leben schwer. Evonik versucht gegenzusteuern — zuletzt mit einer erweiterten Vertriebspartnerschaft für Visiomer-Produkte im US-Markt. Das signalisiert den Willen, die schwächelnde europäische Basis durch internationale Präsenz auszugleichen.

RSI zeigt überverkauftes Terrain

Auf Sicht von zwölf Monaten hat die Aktie rund ein Drittel ihres Wertes verloren. Mit einem RSI von 20,1 befindet sich der Titel in klar überverkauftem Terrain — was technisch auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet, fundamental aber noch keine Entwarnung bedeutet.

Solange die Rohstoffrisiken durch den Iran-Konflikt ungelöst bleiben und der VCI keine neue Jahresprognose vorlegt, dürfte die Planungssicherheit für den Konzern eingeschränkt bleiben. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die operative Stabilisierung im Pharmasegment ausreicht, um die Belastungen abzufedern.

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