Eutelsat Aktie: Wichtiger Großauftrag
Nach dem jüngsten staatlichen Veto gegen geplante Infrastrukturverkäufe meldet die Eutelsat Group einen operativen Erfolg. Der Satellitenbetreiber wird die Handelsflotte seines Ankeraktionärs CMA CGM umfassend mit der OneWeb-Technologie ausrüsten. Dieser Schritt stärkt die technische Marktposition und sichert operativen Cashflow in einer finanziell herausfordernden Phase.
Rollout über 300 Schiffe
Wie der Konzern bekanntgab, unterzeichneten Eutelsat, der Logistikriese CMA CGM und der Dienstleister Marlink eine mehrjährige Vereinbarung. Kern des Vertrags ist die Ausstattung von über 300 Containerschiffen mit Low Earth Orbit (LEO) Konnektivität.
Der Zeitplan für die Umsetzung ist straff getaktet. Die Installationen sollen innerhalb der nächsten neun Monate erfolgen und bis November 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Technisch setzt die Partnerschaft auf einen hybriden Ansatz: Während das OneWeb-Netzwerk für niedrige Latenzen sorgt, dienen geostationäre Satelliten als Backup für Bandbreitenspitzen. Für Eutelsat validiert dieser Auftrag die technische Reife der OneWeb-Konstellation für kritische Logistikanwendungen.
Finanzielle Verflechtung vertieft
Der Auftrag stellt die industrielle Fortsetzung einer bereits bestehenden finanziellen Verflechtung dar. CMA CGM fungiert seit 2022 als Ankeraktionär und untermauerte dieses Engagement erst Ende 2025 deutlich.
Im Rahmen der umfassenden Rekapitalisierung von Eutelsat steuerte der Logistikkonzern über 100 Millionen Euro zur Kapitalerhöhung bei. Der aktuelle operative Vertrag wandelt das finanzielle Vertrauen des Großaktionärs nun in konkretes Geschäftsvolumen um.
Kompensation für geplatzten Deal
Operative Erfolge wie dieser sind für die Bilanzstruktur derzeit von hoher Relevanz. Am 30. Januar 2026 blockierte der französische Staat den geplanten Verkauf passiver Bodeninfrastruktur an den Fonds EQT und begründete dies mit nationalen Sicherheitsinteressen. Damit entfällt ein ursprünglich fest eingeplanter Mittelzufluss von rund 500 Millionen Euro, der für den Schuldenabbau vorgesehen war.
Das Management steht nun unter Druck, diese Lücke im Deleveraging-Plan zu schließen. Der operative Cashflow aus langfristigen Großverträgen gewinnt durch den Wegfall der Einmaleffekte aus dem Asset-Verkauf massiv an Bedeutung und muss mittelfristig als stabilisierender Faktor für die Finanzierungskosten dienen.
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