Eutelsat Aktie: Marktverhalten antizipieren
Eutelsat muss seine Finanzplanung neu justieren. Auslöser ist ein Veto der französischen Regierung, das einen wichtigen Verkaufstopf für den Schuldenabbau blockiert. Gleichzeitig setzt der Konzern mit einer neuen Partnerschaft im maritimen Bereich ein operatives Signal – und Anleger richten den Blick auf die Halbjahreszahlen am 13. Februar.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Frankreich stoppt den Verkauf passiver Bodeninfrastruktur an EQT (Begründung: nationale Sicherheit)
- Erwarteter Nettoerlös von rund 550 Mio. Euro fällt weg
- Zielwert für Nettoverschuldung/EBITDA 2025/26 steigt auf ca. 2,7 (zuvor 2,5)
- Wegfall geplanter Leasingkosten von 75–80 Mio. Euro pro Jahr hebt die Marge-Perspektive
- Neue OneWeb-Vereinbarung: über 300 CMA-CGM-Schiffe sollen binnen neun Monaten ausgerüstet werden
Frankreich-Veto trifft Entschuldungsplan
Die französische Regierung hat den geplanten Verkauf der passiven Bodeninfrastruktur an den Finanzinvestor EQT untersagt. Das Finanzministerium verweist auf nationale Sicherheitsinteressen: Die Antennen seien strategisch relevant – sowohl für zivile als auch für militärische Kommunikation.
Für Eutelsat ist das finanziell konkret: Der erwartete Nettoerlös von rund 550 Millionen Euro, der für den Schuldenabbau vorgesehen war, entfällt.
Finanzziele: Mehr Schuldenquote, bessere Marge-Perspektive
Als direkte Folge hat Eutelsat seine Ziele angepasst. Für das Geschäftsjahr 2025/26 kalkuliert das Unternehmen nun mit einem Nettoverschuldung-zu-EBITDA-Verhältnis von circa 2,7 statt der zuvor angepeilten 2,5.
Gleichzeitig bringt das Scheitern des Deals auch einen rechnerischen Vorteil mit sich: Geplante jährliche Leasingkosten von 75 bis 80 Millionen Euro fallen weg. Das ist einer der Gründe, warum Eutelsat die erwartete EBITDA-Marge für 2028/29 auf rund 65% angehoben hat.
Maritimes Geschäft: OneWeb auf 300 Schiffe
Operativ meldete Eutelsat eine Partnerschaft mit der CMA CGM Group und Marlink. Ziel ist, die weltweite Flotte von CMA CGM mit Konnektivität über das OneWeb-Satellitennetzwerk zu versorgen.
Konkret soll eine mehrjährige Vereinbarung in den kommenden neun Monaten zur Ausrüstung von mehr als 300 Schiffen führen. Im Fokus stehen LEO-Dienste (erdnaher Orbit) mit hoher Geschwindigkeit und geringer Latenz.
Nächster Termin: Halbjahreszahlen am 13. Februar
Schon am 13. Februar legt Eutelsat die Zahlen für das erste Halbjahr 2025/26 vor. Der Bericht dürfte besonders wichtig werden, weil er sowohl die operative Entwicklung als auch den Stand bei der Integration von OneWeb greifbarer machen soll.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








