Enbridge hat gestern mit starken Jahreszahlen für 2025 die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Neben einem kräftigen Gewinnwachstum sorgt vor allem die strategische Ausrichtung auf den Energiehunger von Rechenzentren für Optimismus am Markt. Kann der Konzern diesen Schwung durch den KI-Boom nachhaltig nutzen?

  • Bereinigter Gewinn pro Aktie (Q4): 0,88 CAD (Erwartet: 0,77 CAD)
  • Dividende: Erhöhung um 3 % auf 0,97 CAD pro Quartal
  • Auftragsbestand: Anstieg auf 39 Milliarden CAD
  • Prognose 2026: Bestätigt (EBITDA 20,2–20,8 Mrd. CAD)

Starke Ertragsentwicklung und Dividendenplus

Im vierten Quartal lieferte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 0,88 CAD je Aktie ab. Damit lag das Ergebnis signifikant über dem Marktkonsens von 0,77 CAD. Auf das gesamte Jahr 2025 gerechnet, erzielte der Konzern einen Gewinn nach GAAP von 7,1 Milliarden CAD – eine deutliche Steigerung gegenüber den 5,1 Milliarden CAD des Vorjahres.

Die stabilen Cashflows ermöglichen es dem Management, die Aktionäre zum 31. Mal in Folge mit einer Dividendenerhöhung zu beteiligen. Die quartalweise Ausschüttung steigt auf 0,97 CAD. Das bereinigte EBITDA kletterte im vergangenen Jahr um 7 % auf 20 Milliarden CAD und erreichte damit das obere Ende der gesteckten Zielspanne.

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Strategische Chance durch Rechenzentren

Über die reinen Finanzkennzahlen hinaus rückt ein neuer Wachstumstreiber in den Fokus: Die Energieversorgung von Rechenzentren. CEO Greg Ebel bestätigte Gespräche über mehr als 50 potenzielle Projekte in ganz Nordamerika. Der enorme Energiebedarf dieser Anlagen könnte die Nachfrage nach Erdgastransportkapazitäten massiv steigern.

Der gesicherte Projektbestand wuchs seit dem letzten Investorentag um 35 % auf nun 39 Milliarden CAD an. Allein im Jahr 2025 gab das Unternehmen neue Projekte im Wert von 14 Milliarden CAD frei, wobei der Schwerpunkt auf der Modernisierung und Erweiterung bestehender Netze liegt.

Disziplinierte Kapitalallokation

Trotz der Expansionspläne im Gas- und Erneuerbare-Energien-Sektor bleibt das Risikomanagement konservativ. Investitionen in risikoreiche Öl-Pipeline-Projekte an der kanadischen Westküste schloss die Führungsebene explizit aus. Stattdessen fließt das Kapital in Erweiterungen mit geringerem regulatorischem Risiko und kürzeren Realisierungszeiten.

Die Aktie reagierte gestern positiv auf die Meldungen und markierte an der Börse in Toronto mit Kursen über 72 CAD neue Rekordstände. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Enbridge ein bereinigtes EBITDA zwischen 20,2 und 20,8 Milliarden CAD an, womit das Management den eingeschlagenen Wachstumspfad offiziell bestätigt.

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