Eutelsat Aktie: Ausbau konkret
Eutelsat zieht die nächsten Schrauben für sein Satellitengeschäft an: Ein Großauftrag für OneWeb-Nachfolgesatelliten, eine neue Launch-Partnerschaft und der klare politische Fokus auf IRIS2 sollen die Position in Europa stärken. Heute hat CEO Jean‑François Fallacher in Brüssel zudem vor einer Zersplitterung europäischer Konstellationspläne gewarnt. Doch wie fügen sich diese Bausteine zu einem belastbaren Zeitplan zusammen?
- 440 LEO-Satelliten bei Airbus bestellt (100 + 340), Auslieferungen ab Ende 2026
- Multi-Launch-Vereinbarung mit MaiaSpace: Starts ab 2027, rund zehn Missionen bis 2029
- Kapitalerhöhung: 1,5 Mrd. Euro, abgeschlossen im Dezember
- IRIS2: erste hochwertige Dienste ab 2029 in Aussicht
IRIS2: Europa soll bündeln statt zersplittern
Auf der European Space Conference in Brüssel bezeichnete Fallacher IRIS2 als Ergebnis jahrelanger Arbeit und als „kritischen Moment für Europa“. Das Projekt zielt darauf, Europa Satellitenfähigkeiten der nächsten Generation zu geben – autonom und resilient. Als Zeithorizont nannte er erste hochwertige Dienste ab 2029.
Gleichzeitig setzte er einen klaren Akzent gegen zu viele parallel laufende Konstellationsinitiativen. Seine Begründung: Frequenzen seien begrenzt und die Finanzierung eingeschränkt. Eine Vielzahl einzelner Projekte würde Europa schwächen, während große globale Wettbewerber schneller vorankämen.
OneWeb: 340 neue Satelliten als Austauschprogramm
Für die operative Basis liefert Eutelsat nach. Am 12. Januar kündigten Eutelsat und Airbus Defence and Space die Bestellung von 340 weiteren LEO-Satelliten für die OneWeb-Konstellation an. Zusammen mit 100 Satelliten aus einer Bestellung von Dezember 2024 ergibt das 440 Einheiten.
Produziert werden die Satelliten im Airbus-Werk in Toulouse, die Auslieferungen sollen ab Ende 2026 starten. Zweck der neuen Generation ist laut Mitteilung die Betriebskontinuität: Ältere Chargen sollen ersetzt werden, die ans Ende ihrer Lebensdauer kommen. Die ersten OneWeb-Satelliten wurden vor rund sechs Jahren gestartet.
Launch-Partner MaiaSpace und frisches Kapital
Damit die Hardware auch in die Umlaufbahn kommt, erweitert Eutelsat die Startoptionen. Am 16. Januar wurde laut Reuters eine Multi-Launch-Vereinbarung mit MaiaSpace unterzeichnet, einem französischen Startup und Tochter der ArianeGroup. Geplant sind Starts ab 2027; Branchenberichte sprechen von etwa zehn Starts zwischen Ende 2027 und 2029. MaiaSpace arbeitet an einer teilweise wiederverwendbaren Mini-Trägerrakete, die als erste ihrer Art in Europa beschrieben wird.
Finanziell hat Eutelsat zudem bereits im Dezember die Kapitalerhöhung über insgesamt 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Beteiligt waren unter anderem der französische Staat, die britische Regierung, Bharti Space, CMA CGM und der Fonds Stratégique de Participations.
Zum Fahrplan ergibt sich damit ein klarer Korridor: Auslieferungen neuer OneWeb-Satelliten ab Ende 2026, Starts ab 2027 – und IRIS2-Dienste ab 2029 als politisch gesetzter Zielpunkt.
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