Der Satellitenbetreiber Eutelsat Communications befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Während das klassische TV-Geschäft weiter unter Druck steht, entwickelt sich die LEO-Sparte OneWeb zunehmend zum Wachstumsmotor. Doch reicht der Boom beim Weltraum-Internet aus, um die strukturellen Rückgänge im Kerngeschäft vollständig zu kompensieren?

OneWeb als Umsatztreiber

Die Strategie, verstärkt auf Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) zu setzen, zeigt erste Erfolge. Die Umsätze der OneWeb-Sparte kletterten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025-26 währungsbereinigt um rund 60 Prozent auf 110,5 Millionen Euro. Mittlerweile steuert dieser Bereich bereits ein Fünftel zu den Gesamterlösen bei.

Besonders im Segment "Connectivity" verzeichnete der Konzern zweistellige Zuwächse. Treiber waren hier vor allem Verträge für Regierungsdienste und die mobile Internetanbindung von Flugzeugen. Der Auftragsbestand in der Luftfahrt umfasst inzwischen über 1.500 Flugzeuge.

Video-Sparte belastet Gesamtbild

Sorgenkind bleibt dagegen das klassische Video-Segment. Hier sanken die Erlöse um 12,3 Prozent auf 267 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund sind die Sanktionen gegen russische Sender, die das Ergebnis spürbar belasten und einen negativen Effekt von rund 16 Millionen Euro auf das Gesamtjahr haben dürften.

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Auf Konzernebene führte dies zu einem Gesamtumsatz von 591,6 Millionen Euro, was einem leichten Rückgang von 2,4 Prozent auf berichteter Basis entspricht.

Bilanzielle Entspannung trotz geplatztem Deal

Finanziell verschaffte sich Eutelsat zuletzt deutlich Luft. Durch eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro und verbesserte Kreditratings sank die Nettoverschuldung drastisch auf 1,3 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Schulden zum operativen Gewinn (EBITDA) verbesserte sich von fast 4 auf solide 2,0.

Dies ist umso relevanter, da der geplante Verkauf von passiver Bodeninfrastruktur an EQT Ende Januar scheiterte. Der fehlende Erlös von rund 550 Millionen Euro führt zwar dazu, dass die Verschuldungsziele leicht angepasst werden mussten, die langfristigen Finanzziele bleiben laut Management jedoch weitestgehend unberührt.

Fokus auf Effizienz

Um die OneWeb-Konstellation stabil zu halten, orderte Eutelsat 440 neue Satelliten als Ersatz für alternde Einheiten. Im Gegenzug strich das Management die Bestellung des "Flexsat Americas", was Investitionen von über 100 Millionen Euro einspart. Das Unternehmen peilt nun für das Geschäftsjahr 2028-29 eine EBITDA-Marge von rund 65 Prozent an, getragen durch den fortschreitenden Mix-Shift hin zu profitableren Konnektivitäts-Diensten.

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