Eutelsat setzt ein deutliches Zeichen im Wettlauf um die satellitengestützte Internetversorgung. Der Konzern ordert bei Airbus weitere 340 Satelliten für seine OneWeb-Konstellation – ein Auftrag, der Europa im Kampf gegen die US-Dominanz von Starlink nach vorne bringen soll. Die Aktie reagierte auf die Nachricht mit einem Kurssprung auf 2,06 Euro.

Die wichtigsten Fakten:

  • Gesamtauftrag: 440 Satelliten (340 neu + 100 aus Dezember 2024)
  • Investitionsvolumen 2024-2029: rund 2,0 Milliarden Euro
  • Auslieferungsstart: Ende 2026 aus Airbus-Werk Toulouse
  • Technologie: Verbesserte digitale Kanalisierer und leistungsfähigere Prozessoren

Zweite Generation startet

Die neuen Einheiten sollen die erste Satellitengeneration von OneWeb schrittweise ablösen. Technisch liegt der Fokus auf erhöhter Netzkapazität und flexiblerer Steuerung der Bandbreite. Damit will Eutelsat nicht nur die Versorgungsqualität für Telekommunikation und maritime Dienste verbessern, sondern auch zusätzliche Kapazitäten für Regierungskommunikation schaffen.

Airbus richtet für die Produktion eine neue Fertigungslinie in Toulouse ein. Der straffe Zeitplan mit Auslieferungsbeginn Ende 2026 gilt in der Branche als ambitioniert, aber machbar. Verzögerungen würden allerdings direkt auf die Kostenstruktur durchschlagen – ein Risiko, das Analysten genau verfolgen werden.

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Europas strategische Autonomie

Hinter dem Auftrag steht mehr als wirtschaftliches Kalkül. Frankreich und Großbritannien betrachten eine unabhängige LEO-Infrastruktur als Frage der digitalen Souveränität. Frankreich stützte Eutelsat bereits im Juni 2025 mit 717 Millionen Euro im Rahmen einer Kapitalerhöhung von insgesamt 1,35 Milliarden Euro – eine klare Ansage an Washington und Elon Musks Starlink.

Während Wettbewerber noch an Finanzierungsrunden oder Konzeptstudien arbeiten, geht Eutelsat nun in die industrielle Skalierung. Dieser Vorsprung könnte entscheidend sein, um relevante Marktanteile in Europa und darüber hinaus zu sichern.

Meilensteine entscheiden

Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Die ersten Auslieferungen Ende 2026 sind der erste kritische Meilenstein. Kann Airbus liefern, dürfte das Vertrauen in die Roadmap weiter steigen. Parallel muss Eutelsat zeigen, dass die neue Kapazität auch kommerziell vermarktet werden kann – sonst bleibt die teure Infrastruktur eine Hypothek.

Die Aktie stabilisierte sich zuletzt um 2,06 Euro und muss diese Basis nun verteidigen. Mit der gesicherten Satellitenproduktion ist das größte technologische Risiko adressiert. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob daraus auch nachhaltige Umsätze werden.

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