Die Erste Group glänzt für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem historischen Rekordgewinn. Dennoch müssen sich Aktionäre auf eine spürbare Dividendenkürzung einstellen, da die milliardenschwere Expansion nach Polen viel Kapital bindet. Die Schweizer Großbank UBS wertet die strategische Neuausrichtung positiv und passt ihre Prognosen entsprechend an.

UBS-Analyst Mate Nemes bestätigte am Donnerstag seine Kaufempfehlung für die Papiere der österreichischen Bankengruppe und hob das Kursziel leicht von 108 auf 109 Euro an. Bei einem aktuellen Kurs von 92,95 Euro signalisiert dies ein solides Aufwärtspotenzial, auch wenn die Aktie auf Monatssicht zuletzt gut 14 Prozent nachgab. Während die Gewinnschätzung je Aktie für das laufende Jahr moderat um vier Prozent auf 9,41 Euro gesenkt wurde, bleiben die Prognosen für die Folgejahre stabil. Ausgleichende Effekte beim Kreditvolumen und den Betriebsausgaben stützen laut der Studie die mittelfristige Erwartungshaltung.

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Milliarden-Übernahme drückt die Ausschüttung

Der Analystenkommentar folgt auf ein operativ starkes Jahr 2025. Die Erste Group steigerte ihren Nettogewinn auf 3,51 Milliarden Euro und baute den Zinsüberschuss auf 7,8 Milliarden Euro aus. Trotz dieser Rekordzahlen schlägt das Management um CEO Peter Bosek lediglich eine Dividende von 0,75 Euro je Anteilsschein vor.

Der Grund für die zurückhaltende Ausschüttungspolitik liegt in der größten Übernahme der jüngeren Unternehmensgeschichte. Im Januar 2026 schloss die Bank den Kauf von 49 Prozent an der Santander Bank Polska sowie der Hälfte des Vermögensverwalters Santander TFI ab. Die Transaktion im Volumen von rund sieben Milliarden Euro wurde vollständig aus Eigenmitteln finanziert und schöpft die Kapitalbasis entsprechend ab.

Gewinnsprung durch polnische Integration

Der Markteintritt in der größten Volkswirtschaft Zentral- und Osteuropas soll sich jedoch zügig auszahlen. Durch die Erstkonsolidierung der polnischen Tochtergesellschaft im ersten Quartal rechnet das Management für 2026 mit einem Sprung beim Zinsüberschuss auf über 11 Milliarden Euro. Zwar wird die harte Kernkapitalquote durch die Übernahme zunächst um rund 460 Basispunkte sinken, die Profitabilität bleibt aber auf hohem Niveau. Die Erste Group kalkuliert für das Gesamtjahr 2026 fest mit einer Eigenkapitalrendite von etwa 19 Prozent und einem ausgewiesenen Nettogewinn von knapp unter vier Milliarden Euro.

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