Ein überraschender Daten-Doppelschlag hat die Finanzmärkte am Freitag kalt erwischt. Während das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal drastisch nach unten korrigiert wurde, zieht die Inflation spürbar an. Für Gold entsteht aus dieser aufkeimenden Stagflationsangst und dem eskalierenden Nahostkonflikt ein komplexes Spannungsfeld.

Verantwortlich für die aktuelle Marktdynamik sind zwei zeitgleich veröffentlichte Berichte, die sich wegen eines Government Shutdowns verzögert hatten. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Schlussquartal 2025 nur noch um magere 0,7 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit einem doppelt so hohen Wert gerechnet. Gleichzeitig kletterte der von der US-Notenbank Fed bevorzugte Kern-PCE-Preisindex im Januar auf 3,1 Prozent im Jahresvergleich. Schwaches Wachstum trifft hier auf hartnäckige Preissteigerungen.

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Starker Dollar bremst geopolitische Sorgen

Eigentlich ist ein solches Umfeld der klassische Nährboden für steigende Edelmetallpreise. Zusätzlichen Auftrieb erhält das gelbe Metall durch den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran, der den Ölpreis zeitweise auf 100 US-Dollar pro Barrel trieb. Auch die von der US-Regierung angekündigten globalen Zölle von bis zu 15 Prozent treiben Anleger in den sicheren Hafen.

Trotzdem notiert Gold aktuell bei rund 5.106 US-Dollar und verbleibt damit unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 5 und 50 Tage. Der Hauptgrund dafür ist der US-Dollar. Die amerikanische Währung wertet seit Tagen kontinuierlich auf. Da Gold in Dollar gehandelt wird, macht ein starker Greenback das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer und dämpft so die Nachfrage. Zudem preist der Markt Zinssenkungen der Fed im März angesichts der zähen Inflation fast vollständig aus. Hohe Zinsen machen das zinslose Gold im Vergleich zu Anleihen weniger attraktiv.

Analysten heben Kursziele an

Trotz des aktuellen Gegenwinds durch den starken Dollar bleiben große Investmentbanken für die langfristige Entwicklung optimistisch. Sie verweisen auf anhaltende Käufe der Zentralbanken und die schrittweise Abkehr vom US-Dollar als globale Reservewährung. Folgende Kursziele für Ende 2026 rücken in den Fokus:

  • Goldman Sachs: 5.400 US-Dollar (begründet durch Zuflüsse in westliche ETFs und physische Käufe)
  • JPMorgan: 6.300 US-Dollar (Basisszenario)
  • JPMorgan Bull-Case: Über 8.000 US-Dollar bei steigender privater Goldallokation

Die kurzfristige Richtung des Goldpreises dürfte sich bereits in der kommenden Woche entscheiden. Am 18. März stehen die neuen US-Erzeugerpreise (PPI) sowie der nächste Zinsentscheid der Federal Reserve auf der Agenda. Marktbeobachter gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent davon aus, dass die Notenbank die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird.

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