ProSiebenSat.1 Aktie: Joyn-Wette gegen Werbeflaute
ProSiebenSat.1 zieht die Reißleine bei Randgeschäften und setzt künftig alles auf die Karte Entertainment. Während die Werbeerlöse im vergangenen Jahr deutlich einbrachen, soll das Streaming-Portal Joyn nun das künftige Wachstum sichern. Die Bilanz für 2025 verdeutlicht jedoch die Schwere des aktuellen Umbruchs.
Harte Einschnitte im Kerngeschäft
Das vergangene Geschäftsjahr war für den Medienkonzern von einem schwierigen Marktumfeld gezeichnet. Vor allem die Werbeerlöse in der DACH-Region standen unter Druck und sanken um acht Prozent. Dies schlug direkt auf das operative Ergebnis durch: Das bereinigte EBITDA brach um 28 Prozent auf 403 Millionen Euro ein.
An der Börse spiegelt sich diese Schwächephase deutlich wider. Die Aktie notiert mit 4,02 Euro nur noch knapp sechs Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 3,80 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust bereits auf rund 19 Prozent.
Fokus auf Entertainment und Entschuldung
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Um die operative Wende einzuleiten, treibt das Management den Umbau zum fokussierten Entertainment-Haus voran. Durch den Verkauf von acht Beteiligungen, darunter Plattformen wie „billiger-mietwagen.de“ und „CamperDays“, flossen dem Konzern seit Anfang 2025 rund 300 Millionen Euro zu. Diese Mittel nutzt das Unternehmen primär zur Entschuldung. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten konnten so bereits um 170 Millionen Euro gesenkt werden.
Ausblick auf das Jahr 2026
Für das laufende Jahr strebt ProSiebenSat.1 eine Erholung an. Ein zentraler Pfeiler dieser Hoffnung ist Joyn. Das Streaming-Angebot verzeichnete zuletzt bei den werbefinanzierten Umsätzen (AVoD) ein kräftiges Plus von 36 Prozent. Zudem sollen jährliche Kosteneinsparungen von etwa 130 Millionen Euro das Ergebnis entlasten.
Das Management erwartet für 2026 eine deutliche Steigerung des EBITDA gegenüber dem Vorjahreswert. Aktionäre sollen trotz der Umbauphase eine unveränderte Dividende von 0,05 Euro pro Aktie erhalten. Entscheidend für den Erfolg dieser Strategie wird die angepeilte Erholung der Werbemärkte in der zweiten Jahreshälfte 2026 sein.
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