Die Spannung steigt vor der Bilanzvorlage am morgigen Donnerstag nicht ohne Grund: Nach drei Prognoseanhebungen im Jahr 2025 liegt die Messlatte für die Deutsche Telekom extrem hoch. Doch der Konzern begnügt sich nicht mit der bloßen Verwaltung der Erwartungen, sondern schiebt kurz vor dem Termin strategische Nachrichten zu einer neuen KI-Partnerschaft und laufenden Aktienrückkäufen nach. Investoren müssen nun abwägen, ob die Bonner diese Vorschusslorbeeren mit konkreten Ergebnissen rechtfertigen können.

Der Blick auf die Bücher

Das Management hat sich selbst unter Zugzwang gesetzt. Im November wurde das Ziel für das bereinigte EBITDA AL auf rund 45,3 Milliarden Euro heraufgesetzt. Interessanterweise liegt der vom Unternehmen selbst erhobene Analystenkonsens mit 44,1 Milliarden Euro etwas darunter. Sollte die Telekom ihre eigenen optimistischen Ziele treffen oder übertreffen, könnte dies positiv überraschen.

Neben dem operativen Ergebnis steht die Dividende im Fokus. Eine Anhebung von 0,90 auf 1,00 Euro je Aktie wurde bereits in Aussicht gestellt. Anleger achten morgen vor allem darauf, ob dieser Vorschlag bestätigt wird und wie der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2026 ausfällt.

KI-Offensive und US-Stabilität

Einen Tag vor der Zahlenvorlage setzt der Konzern zudem technologische Akzente. Gemeinsam mit Google Cloud wurde die Entwicklung des KI-Systems MINDR angekündigt. Diese Plattform soll die Diagnose und den Betrieb komplexer Netze automatisieren – ein Schritt, der mittelfristig Effizienzgewinne verspricht und die Fantasie für neue Geschäftsmodelle anregen könnte.

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Gleichzeitig sorgt die Situation bei der wichtigen US-Tochter für Ruhe. Die Telekom hält weiterhin 52,8 Prozent an T-Mobile US und plant im laufenden Jahr keine Verkäufe aus diesem Paket. Da die US-Tochter bereits starke Zahlen und angehobene Wachstumsziele für 2026 vorgelegt hat, gilt dieses Standbein als solide abgesichert.

Kursentwicklung und Rückkaufprogramm

Die Aktie honorierte die jüngste Entwicklung mit einem Anstieg auf aktuell 33,55 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnen die Papiere ein Plus von über 20 Prozent und notieren damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 35,78 Euro.

Gestützt wird der Kurs durch das laufende Rückkaufprogramm. Seit dem Start am 5. Januar 2026 hat das Unternehmen bereits über 10 Millionen eigene Anteile erworben. Allein in der vergangenen Woche kaufte der Konzern Aktien zu einem Durchschnittspreis von 32,85 Euro zurück, was das Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung unterstreicht.

Am morgigen Donnerstag ab 7:00 Uhr MEZ herrscht Klarheit über die Bilanz 2025. Entscheidend für die weitere Kursrichtung dürfte jedoch weniger der Rückblick, sondern vor allem die konkrete Guidance für das Jahr 2026 sein.

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