Die Aktie von Energy Fuels reagiert deutlich auf die neue Machbarkeitsstudie für das Schwermineralsand-Projekt in Madagaskar. Unter dem neuen Namen „Vara Mada“ übertrifft das Projekt wirtschaftlich viele Erwartungen und liefert Investoren erstmals eine belastbare Bewertungsbasis. Gleichzeitig bleibt das politische Umfeld auf der Insel ein klarer Risikofaktor.

Vara Mada: Eckdaten der Studie

Die am 8. Januar veröffentlichte Studie zu Vara Mada stützt die aktuelle Neubewertung:

  • Net Present Value (NPV, nach Steuern): 1,8 Milliarden US-Dollar
  • EBITDA-Potenzial: über 500 Millionen US-Dollar pro Jahr
  • Minenlaufzeit: zunächst mit 38 Jahren angesetzt
  • Strategischer Output: relevante Mengen Monazit zur Weiterverarbeitung in der White Mesa Mill in Utah zu separierten Seltenen-Erden-Oxiden

Diese Kennzahlen untermauern ein langfristiges Ertragspotenzial und werden vom Markt derzeit als Untergrenze für die Projektbewertung gehandelt.

Politisches Risiko in Madagaskar

Auf der anderen Seite spiegelt die Volatilität der Aktie einen deutlichen Risikoaufschlag für die politische Lage in Madagaskar wider. Hintergrund ist der Putsch im Oktober 2025, nach dem Oberst Michaël Randrianirina die Macht übernommen hat.

Der neue Machthaber hat den Bergbau bislang nicht gestoppt. Energy Fuels führt allerdings heikle Gespräche über die finanzielle Ausgestaltung des Projekts. Die aktuelle Kursreaktion deutet darauf hin, dass viele Anleger mit einem pragmatischen Kompromiss rechnen, bei dem die Regierung das Projekt gegen wirtschaftliche Zugeständnisse weiterlaufen lässt. Gleichzeitig bleibt die politische Unsicherheit der wichtigste Bremsfaktor für die Aktie.

Finanzierung und mögliche Verwässerung

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Die Expansion wird durch eine gestärkte Bilanz flankiert, die jedoch Verwässerungspotenzial mitbringt. Im Oktober 2025 platzierte das Unternehmen eine Wandelanleihe über 700 Millionen US-Dollar.

  • Kupon: 0,75 % und damit geringe laufende Zinslast
  • Wandlungspreis: rund 20,34 US-Dollar je Aktie
  • Markttechnische Konsequenz: Mit einem aktuellen Kurs in der Nähe von 19,96 US-Dollar nähert sich die Aktie der Wandlungsmarke. Dieser Bereich kann sich kurzfristig als Widerstand erweisen, da Arbitrageure aktiv werden dürften, sobald der Kurs klar über dem Wandlungspreis liegt.

Analysten bleiben zurückhaltend

Trotz der Kursstärke überwiegt bei einigen Profis Skepsis. Roth Capital bekräftigte am 30. Dezember 2025 ein „Sell“-Rating mit einem Kursziel von 11,50 US-Dollar.

Die Begründung: Energy Fuels hat zwar die Uranproduktion deutlich hochgefahren, doch die aktuelle Börsenbewertung spiegele bereits sehr optimistische Szenarien für das Geschäft mit Seltenen Erden wider. Entsprechende Beiträge in den laufenden Cashflows seien bislang noch nicht sichtbar.

Ausblick: Marke von 20 Dollar im Fokus

Aktuell testet die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 20,00 US-Dollar. Der kurzfristige Trend zeigt nach oben, gestützt durch die Vara-Mada-Daten und das anhaltende Interesse an kritischen Rohstoffen seit der Lageraufbau-Initiative des US-Verteidigungsministeriums im vergangenen Jahr.

Für die nächste größere Kursbewegung dürften jedoch Nachrichten aus Antananarivo entscheidend sein. Entwicklungen rund um die politische Stabilität Madagaskars und die konkreten fiskalischen Rahmenbedingungen für Vara Mada werden bestimmen, ob die Aktie den aktuellen Aufwärtstrend fortsetzen kann oder wieder in eine Konsolidierungsphase übergeht.

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