Die Papiere von Energy Fuels stehen diese Woche unter Hochspannung. Auslöser für das massive zweistellige Kursplus ist die US-Regierungsinitiative „Project Vault“, die gezielt auf heimische Rohstoffe setzt. Während der politische Rückenwind für Euphorie sorgt, fragen sich Marktteilnehmer: Kann der führende US-Uranproduzent diese Steilvorlage operativ auch langfristig nutzen?

Milliarden-Programm treibt den Kurs

Ein Kurssprung von rund 15,6 % am Dienstag markierte den vorläufigen Höhepunkt der Woche. Hintergrund sind Details zu Donald Trumps „Project Vault“. Das 11,7 Milliarden Dollar schwere Programm, das ursprünglich primär auf Seltene Erden fokussiert war, wurde laut Medienberichten auf über 50 kritische Mineralien ausgeweitet.

Dass nun auch Uran explizit Teil der strategischen Vorratsplanung des Innenministeriums ist, spielt Energy Fuels direkt in die Hände. Als führender US-Produzent von Natururankonzentrat positioniert sich das Unternehmen als logischer Profiteur, wenn der Staat seine Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten reduzieren will. Gleichzeitig treibt Energy Fuels den Ausbau seiner Anlage in Utah voran, um künftig bis zu 6.000 Tonnen Neodym-Praseodym pro Jahr verarbeiten zu können.

Strategische Expansion läuft

Abseits der politischen Fantasie treibt das Management die operative Neuausrichtung voran. Die im Januar angekündigte Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) für rund 299 Millionen US-Dollar zielt darauf ab, einen integrierten „Mine-to-Metal“-Champion zu formen.

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Der Deal ist strategisch bedeutsam: Er sichert den Zugriff auf eine Verarbeitungsanlage in Südkorea – eine der wenigen Produktionsstätten für Seltene Erden und Legierungen außerhalb Chinas. Die Transaktion, bei der ASM-Aktionäre sowohl Aktien als auch eine Sonderdividende erhalten, soll laut Zeitplan Ende Juni 2026 abgeschlossen werden, sofern die Regulierungsbehörden zustimmen.

Fundamentaldaten und Insider im Blick

Trotz der aktuellen Kursgewinne mahnen die Finanzkennzahlen zur Nüchternheit. Bei einer Marktkapitalisierung von rund fünf Milliarden Dollar schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen; im zweiten Quartal 2025 lag der Verlust pro Aktie bei 0,10 Dollar und damit unter den Erwartungen. Der Umsatz auf Zwölf-Monats-Sicht verharrt unter der Marke von 80 Millionen Dollar.

Interessant ist zudem das Verhalten der Insider: Während institutionelle Investoren ihre Anteile zuletzt auf über 48 % ausbauten, nutzte CEO Mark Chalmers im November 2025 die Gelegenheit für Aktienverkäufe im Wert von 2,34 Millionen Dollar. Zwar hält er weiterhin ein signifikantes Paket von über 900.000 Aktien, doch solche Transaktionen werden am Markt genau beobachtet.

Für Anleger liegt der Fokus in den kommenden Monaten auf der konkreten Umsetzung. Entscheidend wird sein, ob die Übernahme von ASM im späten Juni reibungslos über die Bühne geht und in welchem Umfang Energy Fuels tatsächlich Aufträge aus dem staatlichen „Project Vault“ verbuchen kann.

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