Ein mögliches US-Regierungsprogramm für strategische Rohstoffreserven treibt die Fantasie bei Energy Fuels. Auslöser sind Berichte über „Project Vault“ – eine Initiative, die den Aufbau eines staatlichen Vorrats an kritischen Mineralien anschieben soll. Gestern reagierte der Markt prompt: Die Aktie sprang um rund 16%.

Die zentrale Frage: Könnte aus den Plänen am Ende auch konkretes Geschäft werden – etwa über Beschaffungsverträge für Uran und Seltene Erden?

  • Treiber: „Project Vault“ als strategisches Reserveprogramm über 11,7 Mrd. US-Dollar
  • Marktreaktion: +16% am Dienstag
  • Rohstoff-Umfeld: Uran-Futures zuletzt nahe 96,50 US-Dollar je Pfund
  • Nächster Termin: anstehender Ergebnisbericht (Konsens-EPS -0,07 US-Dollar)

„Project Vault“: Fokus auf Uran und Seltene Erden

Laut Berichten, die gestern aufkamen, soll die Trump-Regierung „Project Vault“ anstoßen. Ziel wäre ein heimischer Vorrat von mehr als 50 kritischen Mineralien – ausdrücklich inklusive Uran und Seltener Erden.

Genau hier sehen Anleger einen möglichen Hebel: Energy Fuels ist sowohl beim Uran- als auch beim REE-Thema positioniert. Zudem baut das Unternehmen seine Kapazitäten für Seltene Erden in der White Mesa Mill (Utah) aus und verweist auf eine Produktion im kommerziellen Maßstab bei Neodym-Praseodym (NdPr). Das passt zur politischen Stoßrichtung, Importabhängigkeiten zu reduzieren.

Strategische Schritte liefern den Unterbau

Die Kursreaktion fällt nicht in ein Vakuum. Im Januar kündigte Energy Fuels eine Vereinbarung zur Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) an. Damit soll eine „mine-to-metal“-Lieferkette für Seltene Erden entstehen – als westliche Alternative zu chinesischer Dominanz.

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Hinzu kam Mitte Januar ein weiteres Update: Der Ausbau der US-REE-Verarbeitung laufe mit geringeren Investitionskosten als erwartet. Diese operativen Punkte haben zuletzt den fundamentalen Rahmen geliefert, der durch die „Project Vault“-Schlagzeilen zusätzlich Rückenwind bekam.

Uranpreis hoch – Analysten uneins

Auch das Marktumfeld spielt mit. Uran-Futures handelten zuletzt in der Nähe von 96,50 US-Dollar je Pfund und damit nahe den Hochs von Anfang 2024. Begründet wird das im Bericht mit einem strukturellen Angebotsdefizit sowie steigender Nachfrage – unter anderem durch Rechenzentren und die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftkapazitäten.

Bei der Bewertung gehen die Einschätzungen auseinander: B. Riley hob das Kursziel Ende Januar auf 27,00 US-Dollar an und verwies auf das Wachstumsprofil. Roth Capital wurde dagegen zwar weniger skeptisch (von „Sell“ auf „Neutral“), setzte das Kursziel aber auf 15,50 US-Dollar und begründete das mit weiterhin ambitionierten Bewertungskennzahlen im Verhältnis zu den kurzfristigen Gewinnen.

Im Fokus steht nun der nächste Ergebnisbericht: Erwartet wird laut Konsens ein EPS von etwa -0,07 US-Dollar. Entscheidend wird außerdem sein, ob und wie „Project Vault“ in konkrete staatliche Beschaffungen für Uran- und REE-Bestände übersetzt werden könnte.

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