Energy Fuels Aktie: Doppelter Wachstumstreiber
Energy Fuels stellt sein Geschäftsmodell breiter auf – und das kommt an der Börse an. Neben dem traditionellen Uran-Geschäft rücken nun seltene Erden und ein Großprojekt in Madagaskar in den Mittelpunkt. Entscheidend ist dabei vor allem eines: Das Management verspricht hohe Erträge bei vergleichsweise niedrigen Kosten.
Ausbau in den Seltenen Erden
Kern der jüngsten Meldungen ist die geplante Erweiterung der Verarbeitung seltener Erden in der White-Mesa-Mühle in den USA. Energy Fuels will dort künftig jährlich rund 6.000 Tonnen Neodym-Praseodym (NdPr), 240 Tonnen Dysprosium und 66 Tonnen Terbium produzieren – allesamt Schlüsselmetalle für Hochleistungs-Elektromotoren und andere Zukunftstechnologien.
Besonders aufmerksam wurden Investoren, weil der notwendige Investitionsaufwand (CAPEX) laut Management geringer ausfällt als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig stellt das Unternehmen in Aussicht, zu den niedrigsten Produktionskosten für NdPr weltweit zu gehören. Aus Unternehmenssicht soll die Erweiterung ein „signifikantes“ jährliches EBITDA liefern und damit eine zweite, unabhängige Ertragsquelle neben Uran etablieren.
Großprojekt in Madagaskar mit hoher Bewertung
Zusätzlichen Rückenwind liefert die aktualisierte Machbarkeitsstudie für das Toliara-Projekt in Madagaskar, die Anfang Januar veröffentlicht wurde. Dem Projekt wird ein Nettobarwert (Net Present Value, NPV) von 1,8 Milliarden US‑Dollar zugeschrieben.
Läuft alles wie geplant, rechnet Energy Fuels dort mit einem jährlichen EBITDA von über 500 Millionen US‑Dollar nach vollständiger Inlaufsetzung. Im Verhältnis zur aktuellen Marktkapitalisierung von rund 4,96 Milliarden US‑Dollar ist das Toliara-Projekt damit ein wesentlicher Baustein der fundamentalen Bewertung.
Zur Einordnung der aktuellen Marktlage einige ausgewählte Kennzahlen:
- Kurs gestern (Schlusskurs): 20,92 US‑Dollar
- Kursentwicklung 12 Monate: +325,38 %
Der starke Anstieg in den vergangenen Monaten verdeutlicht, wie stark der Markt die neuen Projekte bereits einpreist.
Uran-Geschäft bleibt solide Basis
Trotz des Fokus auf Seltene Erden und Toliara bleibt das Uransegment der Kern des Unternehmens. Ende Dezember meldete Energy Fuels, dass Uranproduktion und -verkäufe im Geschäftsjahr 2025 über der zuvor ausgegebenen Prognose lagen.
Damit entsteht eine doppelte Wachstumsstory: Einerseits wird das bestehende Uran-Geschäft operativ verbessert, andererseits treibt das Management den Einstieg in kritische Rohstoffe für die Energie- und Technologiebranche voran. Diese Kombination aus etablierter Basis und neuen Ertragssäulen ist ein zentraler Punkt der aktuellen Investmentthese.
Bewertung, Meinungssplit und Ausblick
Die Aktie hat sich deutlich von ihren Tiefstständen gelöst und notiert klar über den wichtigsten gleitenden Durchschnitten, was den starken Aufwärtstrend unterstreicht. Gleichzeitig liegt ein Spannungsfeld zwischen Marktpreis und Analystenschätzungen vor: Während die Konsensbewertung im englischen Ausgangstext als „Strong Buy“ oder „Moderate Buy“ beschrieben wird, beträgt das durchschnittliche Kursziel lediglich rund 16 US‑Dollar – also unter dem aktuellen Kursniveau.
Hinzu kommt ein hoher Short Interest von etwas über 16 %. Das signalisiert eine gespaltene Marktmeinung: Ein Teil der Investoren setzt klar auf weiteres Wachstum, andere zweifeln die hohen Erwartungen an und positionieren sich dagegen. Steigt der Strom positiver Nachrichten an, könnte dies – so die Argumentation im Ursprungsartikel – zu erhöhter Volatilität und im Extremfall auch zu Short‑Eindeckungen führen.
Fundamental weist Energy Fuels auf Basis der letzten zwölf Monate noch einen Umsatz von 78,74 Millionen US‑Dollar und einen Nettoverlust von 97,77 Millionen US‑Dollar aus. Der Fokus des Marktes liegt aber inzwischen klar auf den künftigen Cashflows aus White Mesa (Seltene Erden) und dem Toliara-Projekt. Der nächste konkrete Prüfstein ist der anstehende Quartalsbericht Ende Februar 2026: Dann wird es darum gehen, ob das Unternehmen seine Aussagen zu Kostenstrukturen und Zeitplänen für diese neuen Ertragsquellen mit belastbaren Zahlen untermauern kann.
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