Energiekontor meldet den größten Jahresabsatz der Firmengeschichte – doch die Aktie bleibt ein Sorgenkind. Während der Windpark-Entwickler 2025 vier Mal so viel Kapazität verkaufte wie im Vorjahr, verloren Anleger ein Viertel ihres Kapitals. Was läuft schief beim Bremer SDAX-Konzern?

Historischer Verkaufsrekord mit viermal mehr Leistung

Das Jahr 2025 war operativ das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte. Energiekontor verkaufte sieben Windpark-Projekte mit zusammen 209 Megawatt Leistung – nach nur 51 Megawatt im Vorjahr.

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Die wichtigsten operativen Kennzahlen:

  • 209 MW verkaufte Windpark-Kapazität (Vervierfachung zum Vorjahr)
  • 14 Projekte mit Financial Close abgeschlossen
  • 21 Projekte mit 640 MW im Bau oder in Vorbereitung
  • 450 MW Eigenportfolio-Kapazität
  • 650 MW als mittelfristiges Ausbauziel

Darunter befinden sich zwei benachbarte Windparks mit über 90 Megawatt Gesamtkapazität. Insgesamt erreichten 14 Wind- und Solarprojekte mit mehr als 350 Megawatt den Financial Close – ein historischer Höchststand.

Das Gewinn-Problem: Verzögerte Erträge

Die Aktie ignoriert die Verkaufserfolge. Der Grund liegt in der Branchenlogik: Viele der 2025 abgeschlossenen Projekte gehen erst 2026 oder 2027 ans Netz. Erst dann fließen die Erlöse in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Der Vorstand bestätigt für 2025 ein Ergebnis vor Steuern zwischen 30 und 40 Millionen Euro – also die bereits im Oktober nach unten korrigierte Guidance. Das repowerte Windpark-Projekt Oederquart mit 17 Megawatt soll im ersten Quartal 2026 ans Netz gehen.

Zusätzlich verkaufte Energiekontor einen älteren Windpark mit 14 Megawatt, dessen EEG-Förderung ausgelaufen war. Diese Transaktion reduziert das Eigenportfolio kurzfristig.

Desaströse Langfristbilanz trotz Kursrally

Die jüngste Erholung von zwölf Prozent innerhalb einer Woche mildert die Langfristbilanz kaum ab. Über drei Jahre liegt die Aktie rund 50 Prozent im Minus. Der Gewinn je Aktie sank in diesem Zeitraum durchschnittlich um 3,1 Prozent pro Jahr.

Die Gesamtaktionärsrendite inklusive Dividenden beträgt minus 48 Prozent über drei Jahre. 2025 allein verloren Anleger 24 Prozent, während der deutsche Aktienmarkt um 18 Prozent zulegte.

Die Aktie notiert aktuell deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, bleibt aber unter den längerfristigen Durchschnittslinien. Ob der Verkaufsrekord 2026 tatsächlich in höhere Gewinne mündet, wird über die weitere Kursentwicklung entscheiden.

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