Nach einem Rekordjahr 2025 mit 13 Prozent Umsatzwachstum auf 24,8 Milliarden Euro steht Adidas am Scheideweg. Am 4. März legt der Konzern nicht nur den finalen Jahresabschluss vor, sondern gibt erstmals die Prognose für 2026 ab. Gleichzeitig läuft ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Die zentrale Frage: War 2025 der Auftakt zu nachhaltigem Wachstum oder ein Ausreißer?

Rekordzahlen mit Fragezeichen

Die vorläufigen Zahlen Ende Januar überzeugten: Die Bruttomarge kletterte auf 51,6 Prozent, das operative Ergebnis sprang um über 700 Millionen auf 2,06 Milliarden Euro. Im vierten Quartal verdoppelte sich das Betriebsergebnis auf 164 Millionen Euro. Die operative Marge verbesserte sich von 5,6 auf 8,3 Prozent – und das trotz Währungsgegenwinds und höherer Zölle.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

Doch die Erwartungen an den morgigen Bilanztermin gehen weit über die Bestätigung dieser Zahlen hinaus. Der Markt will wissen, ob Adidas die Dynamik als dauerhaft einschätzt oder ob Sondereffekte wie Retro-Trends und Sportgroßereignisse die Ergebnisse verzerrt haben.

Milliardenprogramm sendet Signal

Parallel forciert Adidas den Aktienrückkauf. Das neue Programm über eine Milliarde Euro läuft seit Februar aus dem operativen Cashflow. Allein die erste Tranche über 500 Millionen Euro soll bis zum 18. März abgeschlossen sein. Seit Anfang Februar kaufte der Konzern bereits 1,64 Millionen eigene Aktien zurück – zu Durchschnittskursen zwischen 154,66 und 156,65 Euro. Die Papiere werden eingezogen.

Nach drei Jahren mit minimalen Rückkäufen markiert das Volumen von einer Milliarde Euro für 2026 eine deutliche Verschärfung gegenüber früheren Markterwartungen. Das Management setzt damit ein klares Vertrauenssignal.

Wettbewerb verschärft sich

Die Ausgangslage bleibt anspruchsvoll. Während die Nachfrage nach Retro-Sneakern stark bleibt und Performance-Produkte im Lauf- und Fußballsegment anziehen, gewinnen Marken wie On und Asics Marktanteile. Nike arbeitet parallel an einem Turnaround. Morningstar sieht die Verbindung zum internationalen Fußball als zentrale Stärke – besonders mit Blick auf die bevorstehende FIFA-Weltmeisterschaft.

Die Analystengemeinde ist gespalten. Während einige auf weitere Marktanteilsgewinne gegenüber Nike setzen, senkte die Bank of America ihr Kursziel auf 160 Euro und stufte die Aktie auf Underperform herab. Begründung: verlangsamtes organisches Wachstum und sich verschlechterndes Branchenumfeld.

Drei entscheidende Antworten stehen aus

Am 4. März muss Adidas auf drei Kernfragen reagieren: Werden die vorläufigen Zahlen testiert bestätigt? Wie ambitioniert fällt die Guidance für 2026 aus? Und welche konkreten Pläne zur Kapitalallokation folgen? Hinweise auf die Nachhaltigkeit des Wachstums liegen besonders bei Margen, Lagerbestandstrends und der Einzelhandelsnachfrage in Europa.

Das Jahr 2026 bietet mit Olympischen Winterspielen und der größten Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten ein attraktives sportliches Umfeld. Ob sich das in nachhaltigen Erlösen niederschlägt, entscheidet der morgige Geschäftsbericht. Die Aktie notiert aktuell bei 158,30 Euro – rund 36 Prozent unter dem Jahreshoch von 246,80 Euro.

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 02. März liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...