Eli Lilly schockt mit seinen Zahlen – allerdings positiv. Während der dänische Konkurrent Novo Nordisk die Märkte mit einer Umsatzwarnung verschreckte, legte der US-Pharmakonzern am Mittwoch eine Prognose vor, die selbst optimistische Erwartungen übertrifft. Die Aktie reagierte prompt mit einem kräftigen Kurssprung.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Eli Lilly Erlöse zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten lediglich mit rund 78 Milliarden Dollar gerechnet. Beim Gewinn pro Aktie peilt das Unternehmen 33,50 bis 35,00 Dollar an – auch hier liegt die Konsensschätzung mit 33,09 Dollar deutlich niedriger.

Massive Volumensteigerung trotz Preisdruck

Bemerkenswert ist die Kalkulation hinter dieser Prognose. Eli Lilly rechnet für 2026 mit einem Preisrückgang im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich, nachdem die Preise im Geschäftsjahr 2025 um sechs Prozent nachgaben. Die Deutsche Bank interpretiert dies als Hinweis auf ein Volumenwachstum von etwa 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein gewaltiger Sprung, der vor allem aus Märkten außerhalb der USA kommen soll.

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Das vierte Quartal 2025 untermauert die positive Entwicklung. Mit Erlösen von rund 19,3 Milliarden Dollar übertraf Eli Lilly die Markterwartungen von 18 Milliarden Dollar deutlich. Haupttreiber waren die Diabetes- und Abnehmmittel Mounjaro und Zepbound, die weiterhin stark nachgefragt werden.

Zwei wichtige Termine fest im Blick

Zwei Zeitpunkte dürften für Investoren besonders relevant sein: Im zweiten Quartal 2026 steht der US-Marktstart von Orforg an. Zudem wird Medicare ab dem 1. Juli 2027 die Kostenübernahme für Adipositas-Behandlungen ausweiten – ein Meilenstein, der das Marktpotenzial für Eli Lillys Produkte deutlich vergrößern könnte. Parallel dazu hat das Unternehmen die europäische Zulassung von Orforg zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingereicht.

Die Deutsche Bank bestätigte nach der Zahlenvorlage ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1.200 Dollar. An der Börse sorgte die starke Prognose für Auftrieb – nicht nur bei Eli Lilly selbst, sondern auch beim Dow Jones Industrial Average, der am Mittwoch um 0,7 Prozent zulegen konnte. Während Tech-Werte unter Druck standen und die Nasdaq nachgab, zählte die Eli Lilly-Aktie zu den klaren Gewinnern des Handelstages.

Der Kontrast zu Novo Nordisk könnte kaum größer sein. Während die Dänen mit dem zunehmenden Preisdruck für Wegovy und Ozempic kämpfen, scheint Eli Lilly die Herausforderung durch schiere Volumensteigerung zu meistern. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht.

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