Eli Lilly drückt beim Wachstum massiv aufs Tempo. Neben einer konkreten Partnerschaft mit Nimbus Therapeutics sorgen aktuelle Übernahmegerüchte um Ventyx Biosciences für Fantasie am Markt. Während die Investmentbank Goldman Sachs aufgrund dieser aggressiven Strategie das Kursziel anhebt, sorgt eine Klage im Heimatmarkt Indiana für Störfeuer.

Einkaufstour gegen die Konkurrenz

Der Pharmariese ruht sich nicht auf dem Erfolg seiner Abnehmspritzen aus, sondern investiert gezielt in die nächste Generation von Medikamenten. Besonders im Fokus steht dabei eine am 6. Januar unterzeichnete Vereinbarung mit Nimbus Therapeutics. Der Deal zielt auf die Entwicklung einer oralen Behandlung gegen Fettleibigkeit ab – ein entscheidender Schritt, um langfristig die unbequemeren Injektionen abzulösen.

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Finanziell lässt sich Eli Lilly diese Zukunftswette einiges kosten: Neben einer Sofortzahlung von 55 Millionen US-Dollar wurden Meilensteinzahlungen von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Diese strategische Ausrichtung ist eine direkte Antwort auf den Konkurrenten Novo Nordisk, der in den USA bereits eine orale Version von Wegovy zu einem Startpreis von 149 US-Dollar pro Monat eingeführt hat.

Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise auf eine weitere Expansion. Marktberichten zufolge befindet sich der Konzern in fortgeschrittenen Gesprächen zur Übernahme von Ventyx Biosciences für über eine Milliarde US-Dollar. Ein solcher Schritt würde die Pipeline im Bereich entzündlicher Erkrankungen stärken und das Portfolio über den reinen Stoffwechsel-Sektor hinaus diversifizieren.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die offensive Wachstumsstrategie kommt an der Wall Street gut an. Goldman Sachs bestätigte kürzlich die Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 1.145 US-Dollar an. Angesichts eines aktuellen Kursniveaus von rund 1.060 US-Dollar impliziert dies weiteres Aufwärtspotenzial.

Die Analysten begründen ihren Optimismus primär mit der dominanten Marktstellung bei Adipositas-Behandlungen durch die Zugpferde Zepbound und Mounjaro. Entscheidend für die langfristige Bewertung sei jedoch der Erfolg der Pipeline für orale Medikamente, um im intensivierten Wettbewerb um Marktanteile die Nase vorn zu behalten.

Juristischer Gegenwind im Heimatmarkt

Trotz der operativen Fortschritte sieht sich das Unternehmen mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Der Generalstaatsanwalt von Indiana, Todd Rokita, hat Klage gegen Eli Lilly eingereicht. Der Vorwurf wiegt schwer: Der Konzern soll in Absprache mit Pharmacy Benefit Managern die Insulinpreise im letzten Jahrzehnt künstlich um über 1.000 Prozent in die Höhe getrieben haben.

Eli Lilly weist die Anschuldigungen entschieden zurück und verweist auf jüngste Preissenkungen von 70 Prozent sowie Deckelungsprogramme für Patienten. Auch wenn derartige Rechtsstreitigkeiten bei großen Pharmakonzernen keine Seltenheit sind und vom Markt oft schnell eingepreist werden, bringt die Nachricht kurzfristig Unruhe in den Handel.

Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt in den kommenden Wochen auf der möglichen Bestätigung der Ventyx-Übernahme sowie den ersten Fortschritten aus der Nimbus-Kooperation. Solange die Wachstumsstory im Adipositas-Sektor intakt bleibt, dürften die juristischen Störfeuer für die Kursentwicklung eine untergeordnete Rolle spielen.

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