Eli Lilly Aktie: Anhaltender Erfolgstrend
Eli Lilly hat gleich zwei Nachrichten geliefert, die Anleger aufhorchen lassen: starke Langzeitdaten für das Crohn-Medikament Omvoh und Rückenwind von Barclays. Beides zeigt, dass der Konzern nicht nur von seinem GLP‑1-Geschäft lebt. Was steckt hinter den Impulsen – und warum könnten sie strategisch wichtig sein?
Omvoh: Langzeitwirkung bei Morbus Crohn
Diese Woche hat Eli Lilly neue, langfristige Phase‑3‑Daten aus der VIVID‑2-Studie (Open‑Label-Extension) vorgestellt – präsentiert beim ECCO-Kongress in Stockholm. Der Kernpunkt: Mehr als 90% der Patienten, die nach einem Jahr eine steroidfreie Remission erreicht hatten, konnten diese Kontrolle auch nach drei Jahren unter durchgehender Omvoh‑Behandlung halten.
Konkret meldete Lilly für Patienten mit endoskopischem Ansprechen nach einem Jahr: 92,4% hielten nach drei Jahren eine klinische Remission, 91,2% schafften dies ohne Kortikosteroide. Auch alltagsrelevante Symptome wie Stuhldrang blieben bei vielen stabil: 71,7% erreichten eine anhaltende „Bowel urgency remission“, 82,1% hielten spürbare Verbesserungen.
Zusätzliche Studiendaten (u.a. VIVID‑1 und LUCENT‑3) untermauerten zudem den Nutzen bei Komplikationen: Omvoh senkte Crohn-bedingte Krankenhausaufenthalte und Operationen laut den Angaben im Vergleich zu Placebo in den ersten 12 Wochen um fast die Hälfte und zwischen Woche 12 und 52 um fast 70%. Bei Colitis ulcerosa berichtete Lilly in der dreijährigen Verlängerung nur von einer Hospitalisierung und keinen Operationen.
Omvoh ist laut Unternehmen inzwischen in 47 Ländern zugelassen – und die Langzeitdaten stärken Lillys Position im lukrativen Markt für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
Barclays setzt auf GLP‑1 – mit Blick auf April
Parallel kam am Donnerstag ein positives Signal von der Analystenseite: Barclays nahm die Abdeckung mit „Overweight“ auf und nannte ein Kursziel von 1.350 US‑Dollar, was laut Bericht rund 32% Potenzial gegenüber dem damaligen Niveau entspräche. Analystin Emily Field stufte Lilly dabei als Top‑Pick unter den großen US‑Pharmawerten ein.
In der Begründung blieb Barclays klar beim großen Ertragsthema: Adipositas-Therapien seien ein „dauerhafter struktureller Wandel“, und Lilly dürfte aus Sicht der Bank Marktführer bleiben. Hervorgehoben wurde Tirzepatid als besonders starkes Produkt mit Blick auf Wirksamkeit und Sicherheit. Zusätzlich verwies Field auf „Lilly Direct“ als Wettbewerbsvorteil.
Ein konkreter Kurstreiber mit Datum steht ebenfalls im Kalender: Reuters zufolge wird eine FDA‑Entscheidung zur oralen GLP‑1‑Tablette Orforglipron bis zum 10. April erwartet. Lilly selbst hatte zudem in einer Pflichtmitteilung angegeben, zum Jahresende bereits 1,5 Mrd. US‑Dollar an Vorab-Lagerbeständen für den Launch aufgebaut zu haben (nach rund 550 Mio. US‑Dollar ein Jahr zuvor) – ein Hinweis darauf, wie ernst der Konzern die Markteinführung nimmt.
Kursbild: Schwäche auf Sicht, Langfristtrend intakt
Trotz der Nachrichtenlage zeigt der Titel zuletzt eine schwächere Tendenz: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 857,00 Euro, auf 30 Tage gerechnet steht ein Minus von 7,14% zu Buche. Auffällig: Mit einem RSI von 28,5 wirkt die Aktie kurzfristig technisch deutlich überverkauft.
In den kommenden Wochen dürften zwei Punkte den Takt vorgeben: Zum einen die FDA‑Entscheidung zu Orforglipron am 10. April, zum anderen, ob Lilly die Omvoh‑Daten in spürbare Dynamik im Immunologiegeschäft übersetzen kann – gerade weil das Unternehmen damit seine Abhängigkeit vom GLP‑1‑Boom sichtbar weiter reduziert.
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