Eli Lilly setzt im boomenden Markt für Abnehm-Medikamente nicht nur auf Forschung, sondern vor allem auf eines: mehr Produktion. Der Konzern will die Versorgung künftiger Therapien frühzeitig absichern – und greift dafür tief in die Tasche. Was steckt hinter dem Timing dieser Investition?

Milliarden für neue Produktion

Am Freitag kündigte Eli Lilly an, mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar in eine neue, hochmoderne Produktionsanlage in Fogelsville (Pennsylvania) zu investieren. Es ist das erste Werk des Unternehmens in diesem Bundesstaat und soll die Kapazitäten für zukünftige injizierbare Therapien deutlich erhöhen.

Die Anlage ist auf die Herstellung von Injektionsmedikamenten und dazugehörigen Medizinprodukten ausgelegt. Ein zentraler Kandidat für den Standort ist Retatrutid (retatrutide) – ein Wirkstoff, der sich als sogenannter Triple-Agonist in einer späten Entwicklungsphase für das Gewichtsmanagement befindet.

Produktion vor Zulassung – das Kalkül

Auffällig ist die klare Stoßrichtung: Lilly baut Kapazitäten auf, bevor endgültige Zulassungen vorliegen. Damit will der Konzern offensichtlich Engpässe vermeiden und schneller skalieren, falls Regulierungsbehörden grünes Licht geben.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?

Auch die Dimension ist nicht klein: Mindestens 850 neue Vollzeitstellen sind geplant, unter anderem für Ingenieure, Wissenschaftler und Betriebspersonal. Der Baustart ist für 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2031. Es ist bereits der vierte neue Produktionsstandort in den USA, den Lilly seit Februar 2025 angekündigt hat – ein deutlicher Hinweis darauf, wie ernst das Unternehmen die langfristige Nachfrage einschätzt.

Nächste Termine rücken näher

Die Ankündigung kommt kurz vor wichtigen Meilensteinen, die Investoren im Blick haben. Am 4. Februar legt Lilly die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – ein Termin, der dem Markt ein Update zur operativen Entwicklung geben dürfte.

Parallel schauen viele auf die Pipeline: Für die orale Abnehm-Pille Orforglipron hat die US-Arzneimittelbehörde FDA als Zieltermin für eine Entscheidung den 10. April 2026 angesetzt. Dieser Termin im zweiten Quartal bleibt damit ein zentraler Fixpunkt für die nächsten Monate.

Zum Wochenende schloss die Aktie bei 913,50 Euro. Auf 30-Tage-Sicht steht sie damit spürbar unter Druck (-15,00%).

Anzeige

Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...