Eli Lilly baut sein globales Netzwerk mit Milliarden-Investitionen auf mehreren Kontinenten aus — und trotzdem steht der Kurs unter Druck. Der Grund: HSBC-Analyst Rajesh Kumar stufte die Aktie von „Hold" auf „Reduce" herab und senkte sein Kursziel auf 850 US-Dollar. Sein Argument trifft einen wunden Punkt: Die Bewertung sei bereits „perfekt" eingepreist, die Markterwartungen an den Adipositas-Markt möglicherweise zu optimistisch.

Expansion auf drei Kontinenten

Während die Aktie schwächelt, treibt das Management seine Wachstumsstrategie konsequent voran. In Südkorea entsteht bis 2027 der „Lilly Gateway Labs Hub" in Songdo — ein rund 12.000 Quadratmeter großes Zentrum für bis zu 30 Biotech-Unternehmen, das klinische Studien fördern und die Vernetzung mit der lokalen Biopharmabranche vertiefen soll.

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In China plant Eli Lilly über das nächste Jahrzehnt Investitionen von rund 3 Milliarden US-Dollar in lokale Produktionskapazitäten. Im Mittelpunkt steht Orforglipron, ein oraler GLP-1-Rezeptor-Agonist, für den Ende 2025 bereits ein Zulassungsantrag in China eingereicht wurde. Mit dem Kapazitätsausbau sichert sich das Unternehmen Marktanteile in einem der wichtigsten Pharmamärkte weltweit.

In den USA wurde auf einer Investorenkonferenz am Dienstag eine geplante Fertigungsstätte im Generation Park in Houston mit einem Volumen von 6,5 Milliarden US-Dollar hervorgehoben. Hinzu kommt eine staatliche Initiative in Indiana, die Eli Lilly mit einer Milliarde US-Dollar unterstützt und binnen zehn Jahren 100.000 Arbeitsplätze schaffen soll.

Starke Zahlen, skeptische Analysten

Die operative Ausgangslage ist solide. Im vierten Quartal 2025 erzielte Eli Lilly einen Umsatz von 19,29 Milliarden US-Dollar — deutlich über den erwarteten 17,85 Milliarden. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen Gewinn je Aktie zwischen 33,50 und 35,00 US-Dollar an.

Reicht das, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen? Genau das bezweifelt Kumar. Institutionelle Anleger scheinen gelassener: Sie halten weiterhin rund 83 Prozent der Anteile, Vanguard allein über 80 Millionen Aktien. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 13 Prozent verloren und notiert aktuell deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von knapp 882 Euro — der Gegenwind aus der Neubewertung durch HSBC dürfte kurzfristig anhalten.

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