Der Pharmakonzern Eli Lilly sichert seine Position im stark umkämpften Markt für Gewichtsverlust strategisch ab. Während das Unternehmen Milliarden in Produktionskapazitäten für eine neue Generation von Abnehmpillen investiert, verschärft sich gleichzeitig der juristische Ton gegenüber Herstellern von Nachahmerpräparaten. Für Investoren rückt nun ein konkretes Datum im April in den Mittelpunkt, das die Kräfteverhältnisse in der Branche neu ordnen könnte.

Milliarden für die neue Pillen-Generation

Um die erwartete globale Nachfrage künftig bedienen zu können, plant das Unternehmen in den kommenden zehn Jahren Investitionen von drei Milliarden US-Dollar in China. Das Kapital fließt primär in den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten für den experimentellen Wirkstoff Orforglipron.

Dabei handelt es sich um ein orales GLP-1-Präparat, das im Gegensatz zur Konkurrenz von Novo Nordisk ohne Einschränkungen bei der Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme eingenommen werden kann. Die US-Gesundheitsbehörde FDA wird voraussichtlich am 10. April über die Zulassung entscheiden. Analysten von GlobalData trauen dem Medikament aufgrund der einfacheren Handhabung bis 2031 jährliche Umsätze von 13 Milliarden US-Dollar zu.

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Warnung vor gepanschten Präparaten

Parallel zum Ausbau des eigenen Portfolios geht der Konzern rigoros gegen unautorisierte Nachahmerprodukte vor. Eigene Labortests von sogenannten Compounding-Apotheken hergestellten Tirzepatid-Vitamin-B12-Mischungen brachten bedenkliche Verunreinigungen zutage. Die gesundheitlichen Langzeitfolgen dieser chemischen Reaktionen sowie deren Auswirkungen auf die Medikamentenaufnahme im Körper sind völlig unklar.

In der vergangenen Woche informierte das Management die FDA umgehend über die Ergebnisse und forderte einen landesweiten Rückruf dieser Produkte. Obwohl der offizielle Engpass für Abnehmspritzen in den USA für beendet erklärt wurde, vertreiben einige Telemedizin-Anbieter die Mischungen weiterhin unter dem Deckmantel der personalisierten Medizin. Die FDA hat bereits 30 Unternehmen wegen irreführender Behauptungen abgemahnt.

Hohe Bewertung trifft auf starkes Wachstum

Der strategische Ausbau fußt auf einem enormen finanziellen Fundament. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 steigerte Eli Lilly den Umsatz um knapp 45 Prozent auf über 65 Milliarden US-Dollar, getrieben vom starken Absatz der Medikamente Mounjaro und Zepbound. Diese Wachstumsdynamik spiegelt sich in der Bewertung wider: Mit einem Kurs von aktuell 862,90 Euro notiert das Papier rund 10 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, wird aber mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 43 weiterhin deutlich teurer gehandelt als der Branchendurchschnitt.

Die Weichen für das laufende Quartal sind klar gestellt. Mit der anstehenden FDA-Entscheidung zu Orforglipron am 10. April und der zeitgleichen Öffnung des US-Medicare-Programms für Adipositas-Medikamente stehen zwei konkrete Katalysatoren an, die das Absatzvolumen und die Marktanteile im laufenden Jahr maßgeblich definieren werden.

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