Der US-Pharmakonzern Eli Lilly steht vor entscheidenden Wochen. Während die Aktie seit Jahresbeginn spürbar an Wert verloren hat, rücken nun gleich mehrere operative Meilensteine in den Fokus. Neben einer neuen Vertriebsstrategie für Arbeitgeber blicken Anleger gespannt auf eine bevorstehende FDA-Entscheidung, die den lukrativen Markt für Abnehmpräparate neu ordnen könnte.

Die jüngste Kursentwicklung spiegelt eine gewisse Vorsicht der Investoren wider. Mit einem Minus von über 15 Prozent seit Jahresanfang notiert das Papier aktuell bei 777,80 Euro. Diese Zurückhaltung lässt sich primär mit der hohen Bewertung erklären. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 40 verdeutlicht, wie viel zukünftiges Wachstum bereits eingepreist ist. Entsprechend sensibel reagiert der Markt auf Neuigkeiten aus der Medikamenten-Pipeline.

Neue Wege zum Patienten

Um das Umsatzwachstum abzusichern, setzt das Unternehmen auf einen breiteren Marktzugang in den USA. Anfang März startete die Plattform "Employer Connect", die es Arbeitgebern erleichtern soll, die Kosten für Adipositas-Medikamente ihrer Belegschaft zu übernehmen. Die Investmentbank Morgan Stanley sieht hierin einen starken Treiber und bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1.313 US-Dollar.

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Zusätzlich greift ab dem 1. April eine neue Medicare-Regelung. Diese deckelt die monatlichen Zuzahlungen für Präparate wie Zepbound auf 50 US-Dollar, was die finanziellen Hürden für Patienten deutlich senkt.

Zulassungsentscheidung für Abnehmpille

Der wichtigste kurzfristige Impuls steht am 10. April an. Bis dahin wird die US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung von Orforglipron entscheiden. Im Gegensatz zu den bisherigen Spritzen handelt es sich hierbei um eine Tablette zur Gewichtsreduktion. Gegenüber dem bereits zugelassenen Konkurrenzprodukt von Novo Nordisk bietet die Lilly-Pille einen entscheidenden Vorteil: Sie erfordert keine strikten Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme und ist für das Unternehmen in der Herstellung günstiger.

Allerdings zeigte die ACHIEVE-3-Studie auch eine höhere Rate an Magen-Darm-Nebenwirkungen. Die FDA wird diese Verträglichkeitsdaten bei ihrer Prüfung genau abwägen, da sie in der Vergangenheit zu höheren Abbruchraten bei den Patienten geführt haben.

Langfristig richtet sich der Blick auf den nächsten Hoffnungsträger namens Retatrutide. Nach positiven ersten Phase-3-Daten im März plant Eli Lilly, die detaillierten Ergebnisse im Juni auf dem Kongress der American Diabetes Association zu präsentieren. Diese Daten werden maßgeblich aufzeigen, ob der Konzern seine technologische Führungsposition im hart umkämpften Adipositas-Markt gegen die wachsende Konkurrenz verteidigen kann.

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