Die Aktie notiert rund 18% unter ihrem 52-Wochen-Hoch — und trotzdem hält die Wall Street an ihren Kurszielen fest. Hinter dem Optimismus stecken konkrete Argumente: starke Quartalszahlen, ein bald erwartetes FDA-Votum für eine orale Abnehmspritze und ein Wirkstoff, der Novo Nordisks Semaglutid in klinischen Tests überflügelt hat.

Fundamentaldaten kontra Kursschwäche

Der Rücksetzer seit Jahresbeginn steht in auffälligem Kontrast zur operativen Stärke. Im vierten Quartal 2025 legte der Umsatz um 43% auf 19,3 Milliarden Dollar zu, der Nettogewinn kletterte um 50% auf 6,6 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen 80 bis 83 Milliarden Dollar Umsatz an.

25 der letzten 30 Analystenbewertungen lauteten auf Kauf. UBS bekräftigte am 18. März sein Kursziel von 1.250 Dollar, RBC Capital hob am 16. März die bevorstehende Zulassung von Orforglipron als entscheidenden Kurstreiber hervor. Lediglich HSBC schwenkte um — mit Verweis auf wachsende Konkurrenz im Adipositas-Markt. Der durchschnittliche Analystenkonsens liegt bei rund 1.252 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von gut 36% entspräche.

Orforglipron: Das Rennen gegen Novo Nordisk

Der wichtigste Kurzfrist-Katalysator ist Orforglipron, eine einmal täglich einzunehmende GLP-1-Pille. Die FDA hat das Mittel in ihr Prioritätsprüfprogramm aufgenommen — eine Entscheidung könnte damit in Wochen fallen, nicht in den üblichen sechs bis zehn Monaten. Bei Zulassung soll das Präparat über Lillys eigene Apothekenplattform ab 149 Dollar erhältlich sein.

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Die Studiendaten sprechen für sich: In der ACHIEVE-3-Studie, veröffentlicht im Februar 2026 im Lancet, reduzierte Orforglipron den Blutzuckerwert HbA1c um 2,2 Prozentpunkte und das Körpergewicht um 9,2% — gegenüber 1,4% und 5,3% beim oralen Semaglutid von Novo Nordisk. Allerdings hat Novo Nordisk mit seiner oralen Wegovy-Pille, die im Dezember 2025 zugelassen wurde und seit Januar auf dem Markt ist, einen Vorsprung. Beide Pillen könnten sich zeitnah direkt gegenüberstehen.

Retatrutide: Vielversprechend, aber nicht ohne Risiken

Einen weiteren Schritt machte Lilly am 19. März mit positiven Phase-3-Daten für Retatrutide, einen Triple-Agonisten, der gleichzeitig drei Hormonrezeptoren anspricht. Teilnehmer verloren innerhalb von 40 Wochen durchschnittlich 16,8% ihres Körpergewichts — und das Plateau war noch nicht erreicht. RBC Capital sieht Retatrutide als sinnvolle Option für Patienten, bei denen Gewichtsreduktion im Vordergrund steht, auch wenn die Verträglichkeit und Blutzuckerkontrolle hinter Mounjaro zurückbleiben. Zudem verzeichnete die Studie Dysästhesien bei bis zu 4,5% der Teilnehmer sowie gastrointestinale Nebenwirkungen.

Die Konzentration auf Mounjaro und Zepbound bleibt ein Risikofaktor: Beide Medikamente machen inzwischen 56% des Gesamtumsatzes aus. Sollte der Wettbewerb zunehmen oder Patente auslaufen, steht das aktuelle Bewertungsniveau von rund dem 40-Fachen des Gewinns unter Druck.

Am 30. April legt Eli Lilly seine nächsten Quartalsergebnisse vor. Sollte die FDA-Entscheidung zu Orforglipron noch davor fallen, könnten die kommenden Wochen den Kurs maßgeblich beeinflussen.

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